Organspendeausweis - Immer die richtige Entscheidung!

Jeder von uns - egal ob jung oder alt - kann in die Lage kommen, dass das eigene Leben oder das eines nahestehenden Menschen von einer Organspende abhängt.

In Nordrhein-Westfalen stehen rund 2.200 schwer kranke Menschen auf der Warteliste (sog. aktive Warteliste, Angaben Eurotransplant Februar 2016) für ein lebensrettendes Spenderorgan, bundesweit sind es etwa 10.000. Drei Menschen sterben täglich auf Grund des Mangels an Spenderorganen in Deutschland. Grundsätzlich sind viele Menschen zu einer Organspende bereit, aber nur etwa jeder Dritte in Deutschland hat einen Organspendeausweis ausgefüllt. Gut informierte Menschen und eine breite gesellschaftliche Akzeptanz der Organspende sind eine wesentliche Grundlage zur Erhöhung der Organspendebereitschaft. Um Menschen für die Organspende zu sensibilisieren, Vorurteile und Ängste auszuräumen, sind gezielte Informationen und Aufklärung wichtig.

Das seit dem 01. November 2012 geltende Gesetz zur Regelung der Entscheidungslösung im Transplantationsgesetz (TPG) bezweckt, durch eine ergebnisoffene Beratung und informierte Entscheidung mehr Menschen für eine Organspende zu gewinnen. Beispielsweise sind alle Krankenkassen verpflichtet, Ihre Versicherten ab einem Alter von 16 Jahren regelmäßig über das Thema Organspende zu informieren, Ihnen Organspendeausweise zur Verfügung zu stellen und sie aufzuforern, eine Entscheidung zu treffen.

Organspende - ja oder nein?

Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen und das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen wollen den Menschen, die ein Spenderorgan brauchen, helfen - gemeinsam mit Ihnen! Dabei ist eins ganz wichtig: Auf die Frage "Organspende - ja oder nein" gibt es kein "richtig" oder "falsch". Welche Entscheidung auch immer Sie treffen - niemand hat das Recht, Ihre persönliche Haltung in Frage zu stellen oder zu kritisieren. Wichtig ist aber, überhaupt eine Entscheidung zu treffen und diese in einem Organspendeausweis zu dokumentieren. Und: Sie sollten vorher auch mit Angehörigen oder anderen nahestehenden Personen über das Thema Organspende gesprochen haben.

Warum richtet sich die Kampagne gezielt an Sportvereine?

Weil der Teamgedanke im Sport groß geschrieben wird und weil gerade Sportlerinnen und Sportler wissen, wie wichtig es ist, anderen tatkräftig zur Seite zu stehen.