Vereinsfuehrung
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Welche Regelungen gelten ab dem 21.06.2021?


Können in der Zeit vom 21.06. bis zum 24.06.2021 Mitgliederversammlungen, Vorstands-, Gremiensitzungen und andere Vereinsveranstaltungen stattfinden?

In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 50,1 und 100 (Inzidenzstufe 3) sind Sitzungen von rechtlich vorgesehenen Gremien von Vereinen nur unter folgenden Voraussetzungen zulässig:

  • maximal 20 Personen, wenn die Sitzung nicht als Telefon- oder Videokonferenz durchgeführt werden kann;
  • bei mehr als 20 Personen bis maximal 250 Personen in geschlossenen Räumen oder bis maximal 500 Personen im Freien, nur nach vorheriger Anzeige bei der zuständigen Behörde und wenn die Sitzung aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen in Präsenz und mit der vorgesehenen Personenzahl durchgeführt werden muss.

Sollte eine Versammlung danach zulässig sein, ist bei mehr als 100 Teilnehmer*innen bei der zuständigen Behörde zusätzlich ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept vorzulegen.

Bei allen Veranstaltungen und Versammlungen sind die Regelungen zur Rückverfolgbarkeit (gem. § 8 CoronaSchVO) und zum Mindestabstand (gem. § 4 CoronaSchVO) einzuhalten. Gemeinsames Singen der Teilnehmer*innen ist nur bei Veranstaltungen im Freien zulässig und wenn die Teilnehmer*innen mindestens 2 m Abstand untereinander und zu anderen Personen einhalten und die Regelungen zur Maskenpflicht (gem. § 5 CoronaSchVO) beachten.

Bei einer 7-Tage-Inzidenz über 100 (sog. "Corona-Notbremse") gelten grundsätzlich die gleichen Regelungen wie in Inzidenzstufe 3, aber der Aufenthalt von Personen außerhalb der Wohnung bzw. Unterkunft und dem jeweils dazugehörigen befriedeten Besitztum ist in der Zeit von 22 Uhr bis 5 Uhr nur aus gewichtigen und unabweisbaren Zwecken zulässig.

Bei einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 35,1 (Inzidenzstufe 2) sind zusätzlich zulässig:

  1. Tagungen und Kongresse, auch in geschlossenen Räumlichkeiten, mit höchstens 500 Teilnehmer*innen mit bestätigtem höchstens 48 Stunden zurückliegenden negativen Corona-Schnell- oder Selbsttest und sichergestellter besonderer Rückverfolgbarkeit (gem. § 8 Abs. 2 CoronaSchVO),
  2. private Veranstaltungen - mit Ausnahme von Partys und vergleichbaren Feiern - mit höchstens 100 Gästen im Freien und höchstens 50 Gästen in Innenräumen, jeweils mit bestätigtem höchstens 48 Stunden zurückliegenden negativen Corona-Schnell- oder Selbsttest und sichergestellter einfacher Rückverfolgbarkeit (gem. § 8 Abs. 1 CoronaSchVO), wobei die Pflicht zum Tragen einer Maske im Außenbereich und mit Sicherstellung der besonderen Rückverfolgbarkeit (gem. § 8 Abs. 2 CoronaSchVO) auch an Tischen im Innenbereich entfällt.

Dabei sind die Abstands- und Hygieneregelungen einzuhalten. An festen Sitzplätzen dürfen die Mindestabstände unterschritten werden, wenn die besondere Rückverfolgbarkeit (gem. § 8 Abs. 2 CoronaSchVO) sichergestellt ist.

Bei einer 7-Tage-Inzidenz bis 35 (Inzidenzstufe 1) sind zusätzlich zulässig:

  1. die in Inzidenzstufe 3 und 2 zulässigen Veranstaltungen im Freien auch ohne Negativtestnachweis
  2. Tagungen und Kongresse, in geschlossenen Räumlichkeiten, mit höchstens 1.000 Teilnehmer*innen mit bestätigtem höchstens 48 Stunden zurückliegenden negativen Corona-Schnell- oder Selbsttest und sichergestellter besonderer Rückverfolgbarkeit (gem. § 8 Abs. 2 CoronaSchVO), im Freien auch mit mehr als 1.000 Personen, höchstens aber 1/3 der regulären Kapazität des Veranstaltungsortes mit einfacher Rückverfolgbarkeit (gem. § 8 Abs. 1 CoronaSchVO) und ohne Negativtestnachweis
  3. private Veranstaltungen mit höchstens 250 Gästen im Freien und höchstens 100 Gästen in Innenräumen jeweils mit bestätigtem höchstens 48 Stunden zurückliegenden negativen Corona-Schnell- oder Selbsttest und sichergestellter einfacher Rückverfolgbarkeit (gem. § 8 Abs. 1 CoronaSchVO), wobei die Pflicht zum Tragen einer Maske im Außenbereich und mit Sicherstellung der besonderen Rückverfolgbarkeit (gem. § 8 Abs. 2 CoronaSchVO) auch an Tischen im Innenbereich entfällt.
  4. private Veranstaltungen - auch in Form von Partys und vergleichbaren Feiern - ohne Verpflichtung zur Einhaltung des Mindestabstandes und zum Tragen von Masken mit höchstens 100 Gästen im Freien und höchstens 50 Gästen in Innenräumen, jeweils mit bestätigtem höchstens 48 Stunden zurückliegenden negativen Corona-Schnell- oder Selbsttest und sichergestellter einfacher Rückverfolgbarkeit (gem. § 8 Abs. 1 CoronaSchVO).
  5. gemeinsames Singen der Teilnehmer*innen auch in geschlossenen Räumen, wenn alle Teilnehmer*innen 2 m Abstand untereinander und zu anderen Personen einhalten und entweder über einen bestätigtem höchstens 48 Stunden zurückliegenden negativen Corona-Schnell- oder Selbsttest verfügen oder alle Teilnehmer*innen eine medizinische Maske tragen oder die Anzahl der Teilnehmer*innen auf jeweils ein Person pro angefangene 10 m² begrenzt ist.

(Quellen: § 18 CoronaSchVO NRW in der ab dem 21.06.2021 geltenden Fassung, § 28b Abs. 1 Nr. 2 Infektionsschutzgesetz Bund)

Welche Regelungen gelten für Vereinsgaststätten in der Zeit vom 21.06 bis zum 24.06.2021?

In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 50,1 und 100 (Inzidenzstufe 3) ist der Betrieb von Restaurants, Gaststätten, Imbissen, Kneipen, Cafés und anderen gastronomischen Einrichtungen nur im Außenbereich und mit bestätigtem höchstens 48 Stunden zurückliegenden negativen Corona-Schnell- oder Selbsttest zulässig; Gästen muss ein Sitzplatz bzw. an Theken oder Stehtischen ein Stehplatz zugewiesen werden und die einfache Rückverfolgbarkeit (gem. § 8 Abs. 1 CoronaSchVO) unter Erfassung des genutzten Tisches muss sichergestellt sein; die Abstandsregelungen (gem. § 4 CoronaSchVO) müssen sowohl zwischen allen Sitzplätzen als auch zwischen Stehplätzen gewahrt werden, sofern nicht eine bauliche Abtrennung zwischen den Tischen vorhanden ist, die eine Übertragung von Viren für den Tisch- und kompletten Sitzbereich verhindert.

Betriebskantinen und Mensen in Bildungseinrichtungen dürfen - einschließlich ihrer Innenbereiche - mit sichergestellter einfacher Rückverfolgbarkeit (gem. § 8 Abs. 1 CoronaSchVO) zur Versorgung der Beschäftigten bzw. der Nutzer*innen der Bildungseinrichtungen betrieben werden, wenn sonst die Arbeitsabläufe bzw. ein nach der CoronaSchVO noch zulässiger Bildungsbetrieb nicht aufrecht erhalten werden können.

Zulässig ist außerdem die Belieferung mit Speisen und Getränken sowie der Außer-Haus-Verkauf von Speisen und Getränken sowie der Einsatz von und Zugang zu Lebensmittelautomaten, wobei in Innenräumen gleichzeitig maximal ein Kunde pro 10 m² Geschäftsfläche anwesend sein darf.

Ebenfalls zulässig ist es, Räume und die erforderliche Verpflegung für zulässige Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen.

Bei einer 7-Tage-Inzidenz über 100 (sog. "Corona-Notbremse") ist der Abverkauf zum Mitnehmen zwischen 22 Uhr und 5 Uhr untersagt, die Auslieferung von Speisen und Getränken bleibt zulässig (§ 28b Abs. 1 Nr. 7 Infektionsschutzgesetz Bund).

Bei einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 35,1 (Inzidenzstufe 2) sind zusätzlich zulässig

  1. die in Inzidenzstufe 3 zulässigen Angebote der Außengastronomie auch ohne Negativtestnachweis
  2. der Betrieb von gastronomischen Einrichtungen auch im Innenbereich mit bestätigtem höchstens 48 Stunden zurückliegenden negativen Corona-Schnell- oder Selbsttest; Gästen muss ein Sitzplatz bzw. an Theken oder Stehtischen ein Stehplatz zugewiesen werden und die einfache Rückverfolgbarkeit (gem. § 8 Abs. 1 CoronaSchVO) muss sichergestellt sein; die Abstandsregelungen (gem. § 4 CoronaSchVO) müssen sowohl zwischen allen Sitzplätzen als auch zwischen Stehplätzen gewahrt werden, sofern nicht in gut durchlüfteten Räumen oder in Räumen mit einer der Raumgröße angepassten Luftfilteranlage eine bauliche Abtrennung zwischen den Tischen vorhanden ist, die eine Übertragung von Viren für den Tisch- und kompletten Sitzbereich verhindert.
  3. die Nutzung von Kantinen und Mensen mit sichergestellter Rückverfolgbarkeit und bestätigtem höchstens 48 Stunden zurückliegenden negativen Corona-Schnell- oder Selbsttest, für die Angehörigen des Betriebes oder der Einrichtung auch ohne Negativtestnachweis.

Bei einer 7-Tage-Inzidenz bis 35 (Inzidenzstufe 1) in ganz NRW ist zusätzlich auch die Nutzung der Innengastronomie ohne Negativtestnachweis möglich. 

(Quellen: § 19 der CoronaSchVO NRW in der ab dem 21.06.2021 geltenden Fassung, § 28b Abs. 1 Nr. 7 Infektionsschutzgesetz Bund)

Welcher Freizeit- und Amateursportbetrieb ist in der Zeit vom 21.06.2021 bis zum 24.06.2021 bei einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 50,1 und 100 (Inzidenzstufe 3) zulässig?

In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 50,1 und 100 (Inzidenzstufe 3) ist nur folgender Freizeit- und Amateursportbetrieb zulässig

  • die Sportausübung im Freien einschließlich Ausbildung, Training und Wettkampf
    1.
    a) mit Personen des eigenen Hausstandes ohne Personenbegrenzung
    b) mit Personen aus zwei Hausständen ohne Personenbegrenzung, wobei zusätzlich immunisierte Personen aus weiteren Hausständen teilnehmen dürfen
    c) ausschließlich mit immunisierten Personen ohne Begrenzung der Zahl der Personen oder Hausstände
    2. in Gruppen von höchstens 25 jungen Menschen bis zum Alter von einschließlich 18 Jahren zuzüglich bis zu zwei Ausbildungs- oder Aufsichtspersonen,
    3. als kontaktfreier Sport mit bis zu 25 Personen, als kontaktfreie Sportarten gelten Sportarten, bei deren Ausübung typischerweise kein Körperkontakt stattfindet (z. B. Golf und Tennis, einschließlich Doppel)
  • Das Bewegen von Pferden aus Tierschutzgründen im zwingend erforderlichen Umfang auch in geschlossenen Sportanlagen. Aber: Sport- und trainingsbezogene Übungen sind dabei untersagt.
  • ärztlich verordneter sowie unter ärztliche Betreuung und Überwachung durchgeführter Rehasport (nach § 64 Abs. 1 Nr. 3 SGB IX) unter Beachtung des Mindestabstandes zwischen den Teilnehmer*innen und, wenn er in geschlossenen Räumen stattfindet, mit bestätigtem höchstens 48 Stunden zurückliegenden negativen Corona-Schnell- oder Selbsttest
  • Anfänger*innen-Schwimmausbildung und Kleinkinderschwimmkurse für Gruppen von höchstens zehn Kindern in Hallenbädern und höchstens 25 Kindern in Freibädern (auch Seepferdchen- und Bronzekurse).

Zwischen verschiedenen Personen oder Personengruppen, die gleichzeitig am selben Ort Sport treiben, ist während der Sportausübung dauerhaft ein Mindestabstand von fünf Metern einzuhalten; mehrere Gruppen dürfen sich nicht miteinander vermischen.

Die Personen, die für die Einrichtungen verantwortlich sind, haben den Zugang zu den Einrichtungen so zu beschränken, dass unzulässige Nutzungen ausgeschlossen sind und die Einhaltung der Mindestabstände gewährleistet ist. Die Nutzung von Gemeinschaftsräumen, Umkleiden und Duschen von Sportanlagen ist nicht zulässig, außer im Zusammenhang mit einer zulässigen Nutzung von Schwimmbädern.

(Quellen: § 14 Abs. 2 i. V. m. § 4 sowie § 11 Abs. 2 Nr. 3 der CoronaSchVO NRW in der ab dem 21.06.2021 geltenden Fassung, Gesundheitsministerium NRW)

Welcher Freizeit- und Amateursportbetr. ist in der Zeit vom 21.06. bis zum 24.06.2021 bei einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 35,1 und 50 (Inzidenzstufe 2) zusätzlich zulässig?

In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 35,1 und 50 (Inzidenzstufe 2) ist zusätzlich zu dem in Inzidenzstufe 3 (50,1 bis 100) Erlaubten folgender Freizeit- und Amateursportbetrieb zulässig:

  • die Sportausübung im Freien als

a) kontaktfreier Sport ohne Personenbegrenzung 

b) Kontaktsport mit bis zu 25 Personen mit bestätigtem höchstens 48 Stunden zurückliegenden negativen Corona-Schnell- oder Selbsttest und sichergestellter einfacher Rückverfolgbarkeit (gem. § 8 Abs. 1 CoronaSchVO)

  • die Sportausübung in geschlossenen Räumen - einschließlich Fitnessstudios -  mit bestätigtem höchstens 48 Stunden zurückliegenden negativen Corona-Schnell- oder Selbsttest und sichergestellter einfacher Rückverfolgbarkeit (gem. § 8 Abs.  CoronaSchVO) als

a) kontaktfreier Sport mit Mindestabstand ohne Personenbegrenzung, mit Ausnahme von hochintensivem Ausdauerttraining (insbesondere Indoor-Cycling, HIIT und anaerobes Schwellentraining)

b) Kontaktsport mit bis zu 12 Personen

  • Anfänger*innen-Schwimmausbildung und Kleinkinderschwimmkurse für Gruppen von höchstens 20 Kindern in Hallenbädern und höchstens 30 Kindern in Freibädern (auch Seepferdchen- und Bronzekurse).

Als kontaktfreie Sportarten gelten Sportarten, bei deren Ausübung typischerweise kein Körperkontakt stattfindet (z. B. Golf und Tennis einschließlich Doppel).

Die Nutzung von Gemeinschaftsräumen, Umkleiden und Duschen von Sportanlagen ist unter Beachtung der allgemeinen Hygieneanforderungen (gem. § 6 CoronaSchVO) und des Mindestabstandes zulässig.

(Quellen: § 14 Abs. 3 sowie § 11 Abs. 3 Nr. 3 der CoronaSchVO NRW in der ab dem 21.06.2021 geltenden Fassung)

Welcher Freizeit- und Amateursportbetrieb ist in der Zeit vom 21.06. bis zum 24.06.2021 bei einer 7-Tage-Inzidenz bis 35 (Inzidenzstufe 1) zusätzlich zulässig?

In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz bis 35 (Inzidenzstufe 1) ist zusätzlich zu dem in den Inzidenzstufen 2 und 3 (35,1 bis 100) Erlaubten folgender Freizeit- und Amateursportbetrieb zulässig:

  • Kontaktsport im Freien und in geschlossenen Räumen - einschließlich Fitnessstudios -  mit bis zu 100 Personen mit bestätigtem höchstens 48 Stunden zurückliegenden negativen Corona-Schnell- oder Selbsttest und sichergestellter einfacher Rückverfolgbarkeit (gem. § 8 Abs.  CoronaSchVO) als
  • hochintensives Ausdauertraining (insbesondere Indoor-Cycling, HIIT und anaerobes Schwellentraining) in geschlossenen Räumen mit bis zu 15 Personen mit bestätigtem höchstens 48 Stunden zurückliegenden negativen Corona-Schnell- oder Selbsttest und Mindestabstand, wenn die Räume vollständig durchlüftet oder mit viruzid wirkenden Luftfiltern ausgestattet sind
  • Anfänger*innen-Schwimmausbildung und Kleinkinderschwimmkurse ohne Personenbegrenzung (auch Seepferdchen- und Bronzekurse) 

Bei einer 7-Tage-Inzidenz bis 35 (Inzidenzstufe 1) in ganz NRW kann bei der Sportausübung auf Negativtestnachweise verzichtet werden; beim kontaktfreien Sport in geschlossenen Räumen (siehe Inzidenzstufe 2) einschließlich Fitnessstudios kann statt auf die Negativtestnachweise  wahlweise auch auf den Mindestabstand verzichtet werden.

Ab dem 1. September 2021 sind bei einer 7-Tage-Inzidenz bis 35 (Inzidenzstufe 1) Sportfeste und Sportveranstaltungen ohne feste Begrenzung der Zahl der Teilnehmer*innen und  Zuschauer*innen jeweils mit bestätigtem höchstens 48 Stunden zurückliegenden negativen Corona-Schnell- oder Selbsttest und mit einem durch die zuständige Behörde genehmigten Hygienekonzept zulässig.

(Quellen: § 14 Abs. 4 sowie § 11 Abs. 4 Nr. 2 der CoronaSchVO NRW in der ab dem 21.06.2021 geltenden Fassung)

Welcher Sportbetrieb ist in der Zeit vom 21.06. bis zum 24.06.2021 bei einer 7-Tage-Inzidenz über 100 (sog. "Corona-Notbremse") noch zulässig??

Überschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen die Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 100, ist nur noch Folgendes zulässig:

  • Sport im Freien in Form von kontaktloser Ausübung von "Individualsportarten", die allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes ausgeübt werden
  • zwischen 22 Uhr und 24 Uhr im Freien stattfindende allein ausgeübte körperliche Bewegung, jedoch nicht auf Sportanlagen
  • Ausübung von Individual- und Mannschaftssportarten im Rahmen des Wettkampf- und Trainingsbetriebes der Berufssportler*innen und der Leistungssportler*innen der Bundes- und Landeskader, wenn
    a) die Anwesenheit von Zuschauer*innen ausgeschlossen ist,
    b) nur Personen Zutritt zur Sportstätte erhalten, die für den Wettkampf- oder Trainingsbetrieb oder die mediale Berichterstattung erforderlich sind, und
    c) angemessene Schutz- und Hygienekonzepte eingehalten werden.
  • Für Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres ist Sport ferner zulässig in Form von kontaktloser Ausübung unter freiem Himmel in Gruppen von höchstens fünf Kindern zuzüglich bis zu zwei Ausbildungs- oder Aufsichtspersonen.
  • Das Bewegen von Pferden aus Tierschutzgründen im zwingend erforderlichen Umfang auch in geschlossenen Sportanlagen. Aber: Sport- und trainingsbezogene Übungen sind dabei untersagt.
  • bis zu einer 7-Tage-Inzidenz von 165: Anfänger*innen-Schwimmausbildung und Kleinkinderschwimmkurse für Gruppen von höchstens fünf Kindern (auch Seepferdchen- und Bronzekurse).
  • Schwimmtraining von DLRG, Wasserwacht, Schwimmverband NRW und ihrer Mitgliedsorganisationen zum Erhalt/Erwerb der für die Wasseraufsicht geforderten Rettungsfähigkeit und der Leistungsfähigkeit für die Wasserrettung 
  • ärztlich verordneter sowie unter ärztliche Betreuung und Überwachung durchgeführter Rehasport (nach § 64 Abs. 1 Nr. 3 SGB IX) unter Beachtung des Mindestabstandes zwischen den Teilnehmer*innen und, wenn er in geschlossenen Räumen stattfindet, mit bestätigtem höchstens 48 Stunden zurückliegenden negativen Corona-Schnell- oder Selbsttest

Zwischen verschiedenen Personen oder Personengruppen, die gleichzeitig Sport am selben Ort treiben, ist dauerhaft ein Mindestabstand von fünf Metern einzuhalten; mehrere Gruppen dürfen sich nicht miteinander vermischen.

Personen, die für Sporteinrichtungen verantwortlich sind, haben den Zugang zu den Einrichtungen so zu beschränken, dass unzulässige Nutzungen ausgeschlossen sind und die Einhaltung der Mindestabstände gewährleistet ist. Die Nutzung von Gemeinschaftsräumen, Umkleiden und Duschen von Sportanlagen ist nicht zulässig, außer im Zusammenhang mit einer zulässigen Nutzung von Schwimmbädern.

(Quellen: § 28b Abs. 1 Nr. 6 und Abs. 3 Infektionsschutzgesetz Bund, § 14 CoronaSchVO NRW in der ab dem 21.06.2021 geltenden Fassung, Sportministerkonferenz der Länder / Bundesinnenministerium, 30.04.2021)

Wie werden die Inzidenzstufen festgelegt und wo werden diese veröffentlicht?

Die Zuordnung zu einer höheren Inzidenzstufe erfolgt, wenn der jeweilige Grenzwert an drei aufeinanderfolgenden Kalendertagen überschritten wird, mit Wirkung für den übernächsten
Tag.

Die Zuordnung zu einer niedrigeren Inzidenzstufe erfolgt, wenn der jeweilige Grenzwert an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unterschritten wird, mit Wirkung für den übernächsten Tag.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales veröffentlicht für die Kreise und für die kreisfreien Städte die dort jeweils geltenden Inzidenzstufen und veränderten Einstufungen sowie deren Wirksamkeitsdatum sowie die für das Land geltende Inzidenzstufe täglich aktuell unter www.mags.nrw. In dem Dokument steht auch die für das ganze Land NRW geltende Inzidenzstufe (siehe über der Tabelle mit den Kreisen/Städten).

Beruht die Überschreitung einer Inzidenzstufe maßgeblich auf einem klar abgrenzbaren Infektionsgeschehen in einer Einrichtung oder einem Unternehmen und ist eine Ausbreitung nach Einschätzung der zuständigen Behörden aufgrund der wirksamen Kontaktnachverfolgung nicht zu erwarten, kann das Ministerium von der Ausweisung der höheren Inzidenzstufe absehen. Diese Entscheidung ist gesondert in der vorstehend genannten Veröffentlichung auszuweisen.

(Quelle: § 1 Abs. 4 der CoronaSchVO NRW in der ab dem 21.06.2021 geltenden Fassung)

Ist im Freizeit- und Amateursport auch auch Wettkampfsport erlaubt?

Ja. Die Zulässigkeit des Freizeit- und Amateursportbetriebes schließt den Wettkampfbetrieb mit ein. Dabei sind die entsprechenden Regelungen der jeweils gültigen Inzidenzstufe bzw. der Corona-Notbremse zu beachten.

(Quelle: § 14 CoronaSchVO NRW in der ab dem 21.06.2021 geltenden Fassung)

Gilt Sport in offenen und teiloffenen Hallen auch als "Sport im Freien"?

Sport auf Sportanlagen, die neben einer Überdachung an maximal zwei Seiten geschlossen sind, gilt noch als "Sport im Freien". Auf entsprechenden Anlagen, z. B. Schieß-, Roll- oder Eissport kann also im Rahmen der für draußen erlaubten Sportangebote der Betrieb aufgenommen werden.

Im Zweifelsfall sollte eine Abstimmung mit dem zuständigen Ordnungsamt herbeigeführt werden.

(Quelle: Staatskanzlei NRW)

Was ist genau mit "Anfänger*innen-Schwimmausbildung und Kleinkinderschwimmkurse" gemeint?

Für die in § 11 der CoronaSchVO geregelte Anfänger*innen-Schwimmausbildung gilt, dass hierunter auch Seepferdchenkurse und Bronzekurse fallen, da diese Kurse im Vorfeld der bevorstehenden Sommersaison unentbehrlich zum Erlernen der Grundfertigkeit Schwimmen und Selbstrettungsfähigkeit sind.

Inhaltliche Vorgaben macht die CoronaSchVO nicht, der Schwimmverband NRW gibt hierzu jedoch nähere Auskünfte:

www.swimpool.de

(Quelle: Gesundheitsministerium NRW, 28.05.2021)

 

Wie viele Zuschauer*innen dürfen die Sportanlagen betreten?

In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz über 100 (sog. "Corona-Notbremse") ist die Anwesenheit von Zuschauer*innen ausgeschlossen; nur Personen, die für den Wettkampf- oder Trainingsbetrieb oder für die mediale Berichterstattung erforderlich sind, dürfen Zutritt zur Sportstätte erhalten.

Bei einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 100 und 50,1 (Inzidenzstufe 3) ist der Zutritt von Zuschauer*innen nur zu Sportanlagen im Freien zulässig mit

  • bis zu 100 Personen mit bestätigtem höchstens 48 Stunden zurückliegenden negativen Corona-Schnell- oder Selbsttest und sichergestellter einfacher Rückverfolgbarkeit (gem. § 8 Abs. 1 CoronaSchVO), wenn die Regelungen zum Mindestabstand (gem. § 4 CoronaSchVO) gesichert eingehalten werden
  • bis zu 500 Personen auf fest zugewiesenen Sitz- oder Stehplätzen mit bestätigtem höchstens 48 Stunden zurückliegenden negativen Corona-Schnell- oder Selbsttest und sichergestellter besonderer Rückverfolgbarkeit (gem. § 8 Abs. 2 CoronaSchVO) für die Sitz- und Stehplätze und Einhaltung der Vorschriften zum Mindestabstand (gem. § 4 CoronaSchVO) , wobei bei festen Sitzplätzen eine Besetzung im Schachbrettmuster ausreicht

Bei einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 35,1 (Inzidenzstufe 2) ist der Zutritt von Zuschauer*innen zulässig zu Sportveranstaltungen im Freien mit

  • bis zu 100 Personen mit bestätigtem höchstens 48 Stunden zurückliegenden negativen Corona-Schnell- oder Selbsttest und sichergestellter einfacher Rückverfolgbarkeit (gem. § 8 Abs. 1 CoronaSchVO), wenn die Regelungen zum Mindestabstand (gem. § 4 CoronaSchVO) eingehalten werden
  • bis zu 1.000 Personen auch ohne Negativtestnachweis, aber mit sichergestellter besonderer Rückverfolgbarkeit (gem. § 8 Abs. 2 CoronaSchVO) für die Sitz- und Stehplätze und Einhaltung der Vorschriften zum Mindestabstand (gem. § 4 CoronaSchVO), wobei bei festen Sitzplätzen eine Besetzung im Schachbrettmuster ausreicht, höchstens aber 1/3 der regulären Zuschauer*innen-Kapazität

zu Sportveranstaltungen in Innenräumen mit

  • bis zu 500 Personen auf fest zugewiesenen Sitz- oder Stehplätzen mit bestätigtem höchstens 48 Stunden zurückliegenden negativen Corona-Schnell- oder Selbsttest und sichergestellter besonderer Rückverfolgbarkeit (gem. § 8 Abs. 2 CoronaSchVO) für die Sitz- und Stehplätze und Einhaltung der Vorschriften zum Mindestabstand (gem. § 4 CoronaSchVO) , wobei bei festen Sitzplätzen eine Besetzung im Schachbrettmuster ausreicht

Bei einer 7-Tage-Inzidenz bis 35 (Inzidenzstufe 1) ist der Zutritt von Zuschauer*innen zulässig zu Sportveranstaltungen im Freien mit

  • bis zu 100 Personen mit bestätigtem höchstens 48 Stunden zurückliegenden negativen Corona-Schnell- oder Selbsttest und sichergestellter einfacher Rückverfolgbarkeit (gem. § 8 Abs. 1 CoronaSchVO), wenn die Regelungen zum Mindestabstand (gem. § 4 CoronaSchVO) eingehalten werden
  • ohne Begrenzung der Personenzahl auch ohne Negativtestnachweis, aber mit sichergestellter besonderer Rückverfolgbarkeit (gem. § 8 Abs. 2 CoronaSchVO) für die Sitz- und Stehplätze und Einhaltung der Vorschriften zum Mindestabstand (gem. § 4 CoronaSchVO), wobei bei festen Sitzplätzen eine Besetzung im Schachbrettmuster ausreicht, höchstens aber 1/3 der regulären Zuschauer*innen-Kapazität

zu Sportveranstaltungen in Innenräumen mit

  • bis zu 1.000 Personen auf fest zugewiesenen Sitz- oder Stehplätzen mit bestätigtem höchstens 48 Stunden zurückliegenden negativen Corona-Schnell- oder Selbsttest und sichergestellter besonderer Rückverfolgbarkeit (gem. § 8 Abs. 2 CoronaSchVO) für die Sitz- und Stehplätze und Einhaltung der Vorschriften zum Mindestabstand (gem. § 4 CoronaSchVO) , wobei bei festen Sitzplätzen eine Besetzung im Schachbrettmuster ausreicht, höchstens aber 1/3 der regulären Zuschauer*innen-Kapazität

Ab dem 1. September 2021 sind bei einer 7-Tage-Inzidenz bis 35 (Inzidenzstufe 1) Sportfeste und Sportveranstaltungen ohne feste Begrenzung der Zahl der Teilnehmer*innen und  Zuschauer*innen jeweils mit bestätigtem höchstens 48 Stunden zurückliegenden negativen Corona-Schnell- oder Selbsttest und mit einem durch die zuständige Behörde genehmigten Hygienekonzept zulässig; bei Veranstaltungen außerhalb von Sportanlagen oder von einem ähnlichen abgegrenzten Veranstaltungsgelände entfällt das Erfordernis eines Negativtestnachweises für Zuschauer*innen.

(Quellen: § 14 CoronaSchVO NRW in der ab dem 21.06.2021 geltenden Fassung, § 28b Abs. 1 Nr. 6 Infektionsschutzgesetz Bund)

Welche Anforderungen muss ein ggf. geforderter Schnell- oder Selbsttest erfüllen?

Soweit nach der Coronaschutzverordnung als Voraussetzung für die Nutzung oder die Zulassung eines Angebotes das Vorliegen eines Schnell- oder Selbsttests erforderlich ist, muss es sich um ein in der Corona-Test-und-Quarantäneverordnung vorgesehenes Testverfahren handeln. Der Test kann ein PCR-Test, ein Antigen-Schnelltest oder auch ein beaufsichtigter Selbsttest sein; das negative Ergebnis muss von einer der in der Corona-Test-und-Quarantäneverordnung vorgesehenen Teststellen schriftlich oder digital bestätigt werden. Reine persönliche Selbsttests reichen nicht aus!

Bei einem beaufsichtigten Selbsttest muss die Aufsicht durch die für die Leitung des Bildungsangebotes verantwortliche Person oder eine pädagogische Fachkraft in der Kinder- und Jugendarbeit oder eine andere vom Träger beauftragte und dafür geschulte Person erfolgen.

Schüler*innen ist auf Wunsch für jede Schultestung, an der sie unter Aufsicht teilgenommen haben, von der Schule ein Testnachweis auszustellen. Diesen können sie dann auch zur Teilnahme am Vereinssport vorlegen. Nach der Corona-Test-und-Quarantäneverordnung besteht außerdem die Möglichkeit, im Verein selbst begleitete Selbsttests durchzuführen, Die Personen, die diese durchführen, benötigen eine zertifizierte Unterweisung.

Die Testbestätigung ist bei der Inanspruchnahme des Angebotes zusammen mit einem amtlichen Ausweisdokument mitzuführen und den verantwortlichen Personen vorzulegen. Die Testvornahme darf bei der Inanspruchnahme des Angebotes höchstens 48 Stunden, bei einer 7-Tage-Inzidenz über 100 (sog. "Corona-Notbremse") höchstens 24 Stundenzurückliegen.

Eine nachgewiesene Immunisierung durch Impfung oder Genesung (siehe FAQ unten) steht dem Nachweis eines negativen Testergebnisses gleich.

(Quellen: § 7 CoronaSchVO NRW in der ab dem 21.06.2021 geltenden Fassung, Corona-Test-und-Quarantäneverordnung , www.land.nrw, § 28b Abs. 1 Infektionsschutzgesetz Bund)

Wie wirken sich die Lockerungen für Geimpfte und Genesene (=Immunisierte) auf die oben genannten Beschränkungen aus?

  • Die oben genannten Beschränkungen gelten nicht für Aktivitäten und Zusammenkünfte, an denen ausschließlich geimpfte oder genesene Personen (= Immunisierte) teilnehmen.
  • Wenn für Zusammenkünfte und Veranstaltungen eine Höchstzahl zulässiger Personen oder Hausstände festgesetzt ist, werden geimpfte und genesene Personen (= Immunisierte) nicht eingerechnet. Dies gilt aber nicht für die in der CoronaSchVO festgesetzten einrichtungsbezogenen Personengrenzen pro Quadratmeter oder Kapazitätsbegrenzungen!
  • Geimpfte und Genesene (= Immunisierte) sind negativ getesteten Personen gleichgestellt.

Für Personen mit einer nachgewiesenen Immunisierung durch Impfung oder Genesung gelten aber grundsätzlich weiterhin die allgemeinen Schutzmaßnahmen wie z. B. das Tragen einer Maske bei entsprechender Maskenpflicht oder die Einhaltung eines Mindestabstandes!

(Quelle: COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung, Staatskanzlei NRW,  § 3 Abs. 3 CoronaSchVO NRW in der ab dem 21.06.2021 geltenden Fassung, Gesundheitsministerium NRW, 28.05.2021).

Welche Nachweise müssen Geimpfte oder Genesene erbringen?

Die Immunisierung kann nachgewiesen werden durch:

  1. einen Nachweis über einen vollständigen Impfschutz, z. B. durch den gelben Impfpass. Je nach Impfstoff bedarf es ein oder zwei Impfungen für einen vollständigen Schutz. Seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung müssen mindestens 14 Tage vergangen sein (Geimpfte)
  2. einen Nachweis über einen positiven PCR-Test, der mindestens 28 Tage und maximal sechs Monate zurückliegt (Genesene)
  3. einen Nachweis über einen positiven PCR-Test in Verbindung mit dem Nachweis über eine Impfung, die mindestens 14 Tage zurückliegt (Genesene + Impfung)

Der Unterschied zwischen 2. und 3. ist, dass innerhalb der ersten sechs Monate nach der Infektion / dem positiven PCR-Test schon durch die Infektion von einer ausreichenden Immunisierung ausgegangen wird (Nr. 2). Danach, also nach mehr als sechs Monaten, ist eine zusätzliche Impfdosis erforderlich (Nr. 3). Die Sechs-Monatsfrist taucht in Nr. 3 nicht auf, weil auch eine kürzer zurückliegende Infektion plus einer Impfung eine ausreichende Immunisierung gewährleistet.

Zusätzlich darf man keine Symptome einer möglichen Covid-19-Infektion aufweisen. Dazu gehören Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber und Geruchs- oder Geschmacksverlust.

(Quellen: www.bundesregierung.de, www.land.nrw)

Darf der Immunisierungsstatus der Mitglieder gespeichert werden?

Für diese Datenverarbeitung bedarf es zunächst einer Rechtsgrundlage. Bei den Angaben zum Impf- und Genesungsstatus handelt es sich um Gesundheitsdaten. Bei Gesundheitsdaten handelt es sich um besonders sensible Daten, für die nach Artikels 9 der DSGVO besondere Regelungen gelten. Soweit keine der in Artikel 9 Abs. 2 genannten Ausnahmen vorliegt, was bei der Datenverarbeitung durch Sportvereine nur ausnahmsweise der Fall seine dürfte, ist i. d. R. eine ausdrückliche Einwilligung der betroffenen Personen in die Datenverarbeitung erforderlich (vgl. Artikel 9 Abs. 2 a) DSGVO). Dabei ist zu beachten, dass die Einwilligung freiwillig erteilt wird und jederzeit widerrufen werden kann, worauf vor Abgabe der Einwilligung ausdrücklich hinzuweisen ist.

Es sollte aber auch Folgendes bedacht werden: Die Daten werden wahrscheinlich im Mitgliederverwaltungsprogramm elektronisch gespeichert. Zum einen sind die Daten in besonderer Weise zu schützen. Gegebenenfalls kann dies sogar eine sog. Datenschutzfolgenabschätzung erforderlich machen. Es ist zu klären, welche Personen Zugriff auf die Daten erhalten sollen und wie dieser Zugriff erfolgen kann. Der Zugriff wird auf die jeweiligen Übungsleiter*innen begrenzt werden müssen (abgesehen von den Personen, die die Mitgliederverwaltungsprogramme führen und den Datenbestand pflegen). Dies kann sicherlich durch die Einrichtung von Zugriffsrechten gewährleistet werden, wobei zu beschreiben ist, wie die Verantwortlichen Zugriff erhalten. Der Vorgang ist im Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten, das die Vereine in der Regel zu führen haben, zu erfassen.

Zudem ist die Frage zu klären, wie lange der Nachweis der Genesung bzw. der Impfung Gültigkeit haben wird. Nach unserem Kenntnisstand sind diese Fragen noch nicht abschließend geklärt. Bei Genesenen wird wohl derzeit von einem Zeitraum von sechs Monaten ausgegangen.

Wir gehen davon aus, dass die meisten Menschen zukünftig den Impf- bzw. Genesungsnachweis ohnehin regelmäßig mit sich führen werden, insbesondere mit dem digitalen Impfausweis via Smartphone. Auch vor dem Hintergrund einer gewissen Tagesaktualität der Nachweise und des organisatorischen Aufwands raten wir von einer zentralen Speicherung eher ab und empfehlen eine individuelle Kontrolle. Letztendlich muss aber jeder Verein und jeder Veranstalter für sich eine Entscheidung zum Umgang mit den Kontrollen treffen.

Derzeit sieht die Coronaschutzverordnung NRW nur die Sichtkontrolle für Testergebnisse vor, aber keine Dokumentation (vgl. § 8 Abs. 1 CoronaSchVO). Ob eine Dokumentation der Kontrolle aller Nachweise (Test, Genesung, Impfung) sinnvoll ist, ist denkbar (z. B. im Hinblick auf den Nachweis des zulässigen Überschreitens von Personenhöchstgrenzen, vgl. § 3 Abs. 3 CoronaSchVO), bislang aber nicht ausdrücklich vorgesehen.

Was gilt bei einer 7-Tage-Inzidenz über 100 als "Individualsport" (gemäß Infektionsschutzgesetz)?

Unter "Individualsport" (gem. Infektionsschutzgesetz) ist die individuelle Ausübung jeglichen Sports ohne körperlichen Kontakt bei Wahrung des Abstandsgebots zu verstehen. Insoweit ist auch individuelles Training in Mannschaftssportarten wie Fußball, Handball, Volleyball, Basketball (Lauf-, Athletik-, Technik-, Konditions-, Taktik-, Schuss-/Wurf-, Torwarttraining, etc.) auch für Personen über 13 Jahre allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand erlaubt. Entscheidend ist daher die kontaktfreie Sportausübung und nicht die Sportart.

(Quelle: Sportministerkonferenz der Länder / Bundesinnenministerium, 30.04.2021)

Was bedeuten die Altersgrenzen bei jungen Menschen bzw. Kinder "bis zum Alter von 18 Jahren" bzw. "bis zur Vollendendung des 14. Lebensjahres" genau?

Bei einer 7-Tage-Inzidenz bis 100 gilt die Corona-Schutzverordnung NRW. Diese sieht für das zulässige Gruppentraining von bis zu 25 jungen Menschen die Altersgrenze "bis zum Alter von einschließlich 18 Jahren" vor. Das Alter gilt bis einen Tag vor dem 19. Geburtstag (so lange ist der Mensch "18 Jahre alt").

Bei einer 7-Tage-Inzidenz über 100 greift die "Corona-Notbremse" nach dem Bundes-Infektionsschutzgesetz. Das sieht für das zulässige Gruppentraining von bis zu 5 Kindern die Altersgrenze "bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres" vor. Dieses Alter gilt nur bis  zum 14. Geburtstag (das erste Lebensjahr geht von der Geburt bis zum 1. Geburtstag, d. h. am 1. Geburtstag wird das 1. Lebensjahr vollendet, am 14. Geburtstag das 14. Lebensjahr).

Dürfen auch mehrere Gruppen von 25 jungen Menschen bzw. 5 Kindern gleichzeitig trainieren? Darf eine*e Übungsleiter*in auch mehrere Gruppen betreuen?

Eine Gruppe ist nur je eindeutig abgegrenztem Sportfeld zulässig, um eine Begegnung verschiedener Gruppen zu vermeiden. (z. B. eine Gruppe je Tenniscourt, je Weitsprunganlage, je Laufanlage, je Hochsprunganlage). Eine Aufteilung von Sportfeldern kann erfolgen, wenn die Flächen ganz eindeutig und nachhaltig voneinander abgegrenzt sind, (z. B. durch Bänder, Barrieren, etc.). Dabei ist zwischen den Personengruppen dauerhaft ein Mindestabstand von fünf Metern einzuhalten.

Ein*e Übungsleiter*in kann nacheinander auch mehrere Gruppen betreuen. Eine parallele Betreuung mehrerer Gruppen gleichzeitig ist wegen des Mindestabstandes von fünf Metern i. d. R. nicht realisierbar.

(Quelle: Sportministerkonferenz der Länder / Bundesinnenministerium, 30.04.2021, Staatskanzlei NRW)

Dürfen Anfängerschwimmausbildung, Kleinkinderschwimmkurse und Schul-Schwimmunterricht auch bei einer 7-Tage-Inzidenz über 100 noch stattfinden?

Anfängerschwimmausbildung und Kleinkinderschwimmkurse für Gruppen von höchstens 10 Kindern in Hallenbädern und höchstens 25 Kindern in Freibädern sowie der Schul-Schwimmunterricht nehmen eine Sonderrolle ein. Diese Kurse (einschließlich Seepferdchen- und Bronzekurse) können weiterhin in den (nach § 28b Absatz 1 Nummer 3 IfSG bzw. § 11 Absatz 2 Nr. 3 CoronaSchVO) für den Publikumsverkehr geschlossenen Schwimmbädern stattfinden, da es hier nicht um die Ausübung von Sport oder Freizeitgestaltung im Sinne eines „Publikumsverkehrs“ geht, sondern vielmehr um Bildungsangebote zum einen zum Erlernen von Grundfertigkeiten auch zur Vorbeugung gegen die immer noch jedes Jahr vorkommenden Todesfälle von Kindern durch Ertrinken und zum anderen um Schulunterricht. Diese Kurse und der Schwimmunterricht müssen aber in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 165 (Untersagung von Bildungsangeboten in Präsenz) eingestellt werden (§ 28b Absatz 3 IfSG).

(Quelle: Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, 29.04.2021)

Ist Training mit Übungsleiter*innen oder Trainer*innen zulässig?

Ja, bei einer 7-Tage-Inzidenz bis 100 gilt die Corona-Schutzverordnung NRW diese lässt beim Sportbetrieb ausdrücklich auch "Ausbildung" zu.

Bei einer 7-Tage-inzidenz über 100 (sog. "Corona-Notbremse") ist Gruppentraining zulässig

  • in Gruppen von höchstens fünf Kindern bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres, zuzüglich bis zu 2 Ausbildungs- oder Aufsichtspersonen  Hierbei ist die sog. einfache Rückverfolgbarkeit gem. § 4 a CoronaSchVO sicherzustellen.

Die Ausbildung im Einzelunterricht muss aber in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 165 (Untersagung von Bildungsangeboten in Präsenz) eingestellt werden (§ 28b Absatz 3 IfSG).

Ein*e Übungsleiter*in kann nacheinander auch mehrere Personen oder Gruppen betreuen.

(Quellen: § 14 CoronaSchVO NRW in der ab dem 21.06.2021 geltenden Fassung, § 28b Infektionsschutzgesetz Bund).

Muss man für den Sportbetrieb einen negativen Corona-Test haben?

Bei einer 7-Tage-Inzidenz bis 100 gilt die Corona-Schutzverordnung NRW. Diese schreibt für folgenden Freizeit- und Amateursportbetrieb keinen Negativtestnachweis vor:

  • Sportausübung im Freien einschließlich Ausbildung, Training und Wettkampf
    1. a) mit Personen des eigenen Hausstandes (ohne Personenbegrenzung)
    1. b) mit Personen aus zwei Hausständen ohne Personenbegrenzung, wobei zusätzlich immunisierte Personen aus weiteren Hausständen teilnehmen dürfen
    1. c) ausschließlich mit immunisierten Personen ohne Begrenzung der Zahl der Personen oder Hausstände
    2. in Gruppen von höchstens 25 jungen Menschen bis zum Alter von einschließlich 18 Jahren zuzüglich bis zu zwei Ausbildungs- oder Aufsichtspersonen,
    3. als kontaktfreier Sport mit der - je nach Inzidenzstufe - zulässigen Personenzahl
  • Bewegen von Pferden aus Tierschutzgründen im zwingend erforderlichen Umfang, auch in geschlossenen Sportanlagen
  • Anfänger-Schwimmausbildung und Kleinkinderschwimmkurse mit der - je nach Inzidenzstufe - zulässigen Teilnehmer*innen-Zahl (einschließlich Seepferdchen- und Bronzekurse).

Bei folgendem Freizeit- und Amateursportbetrieb ist ein bestätigter höchstens 48 Stunden zurückliegender negativer Corona-Schnell- oder Selbsttest erforderlich (soweit dieser Sportbetrieb - ja nach Inzidenzstufe - zulässig ist):

  • Kontaktsport (außer in den nach den allgemeinen Kontaktbeschränkungen zulässigen Gruppen, s. o.)
  • Sport in geschlossenen Räumen

Kinder bis zum Schuleintritt sind vom Testerfordernis generell ausgenommen. Für Eltern-Kind-Gruppen gibt es keine Sonderregelungen. Auch die Kinder sind, unabhängig vom Alter, zu den jeweils erlaubten Personengruppen hinzuzuzählen. Dort wo ein Test gefordert wird, benötigen Eltern und schulpflichtige Kinder einen Test.

Bei einer 7-Tage-Inzidenz bis 35 (Inzidenzstufe 1) in ganz NRW kann bei der Sportausübung auf Negativtestnachweise verzichtet werden.

Mit Inkrafttreten der sog. Corona-Notbremse (7-Tage-Inzidenz über 100) müssen die Anleitungspersonen beim zulässigen Sport in Gruppen von höchstens fünf Kindern (bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres) nach dem Infektionsschutzgesetz "auf Anforderung der nach Landesrecht zuständigen Behörde" einen anerkannten negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Die zuständige Behörde in NRW ist (nach dessen eigener Einschätzung) das Gesundheitsministerium, dieses verlangt derzeit keine Vorlage eines Tests

Die Möglichkeit der örtlichen Ordnungsbehörden, im Einzelfall die Vorlage eines negativen Testergebnisses zu fordern, bleibt aber unberührt.

(Quellen:  § 14 CoronaSchVO NRW in der ab dem 21.06.2021 geltenden Fassung, Gesundheitsministerium NRW / Staatskanzlei NRW 28./29.04.2021)

Welche Regelungen gelten an Schulen?

Welche Regelungen gelten an Schulen?

Bei einer Inzidenz unter 100 gelten vor Ort in den Kreisen und kreisfreien Städten die Regelungen der NRW-CoronaSchutzverordnung und -Corona-Betreuungsverordnung.

Präsenzunterricht, vergleichbare Schulveranstaltungen und Ganztagsbetreuung/-angebote finden statt.

Für alle in Präsenz an Schule tätigen Personen werden wöchentlich zwei Coronaselbsttests oder ersatzweise PCR-Pooltests durchgeführt.
Den in der Schule unter Aufsicht getesteten Personen wird auf Wunsch ein Testnachweis ausgestellt.

Bei einem lokalen Inzidenzwert von 100 bis unter 165:

Überschreitet die lokale Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen den Schwellenwert von 100, ist nur noch Wechselunterricht zulässig.

Bei einem lokalen Inzidenzwert über 165:

Überschreitet die lokale Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen den Schwellenwert von 165, wird nur noch Distanzunterricht erteilt.

Ausgenommen von den infektionsschutzrechtlichen Regelungen sind in beiden Fällen die Abschlussklassen der allgemeinbildenden Schulen, der Berufskollegs und die entsprechenden Semester im Bildungsgang Realschule des Weiterbildungskollegs sowie die Förderschulen und die Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe, des beruflichen Gymnasiums und der Bildungsgänge des Weiterbildungskollegs.

Pädagogischen „Not“-Betreuungsangebote für Schüler*innen der Primarstufe und der Klassen 5 und 6 der weiterführenden Schulen finden ebenfalls weiterhin statt.

Was gilt für den Sport- und Schwimmunterricht und den außerunterrichtlichen Schulsport der Schulen?

Bei einem lokalen Inzidenzwert unter 100:

Sport- und Schwimmunterricht der Schulen ist unter Einhaltung der Hygienevorgaben zulässig (eine Übersicht zur Konkretisierung der Vorgaben für den Schulsport ist zu finden unter www.schulsport-nrw.de).

Im außerunterrichtlichen Schulsport dürfen AGs (z. B. im Ganztag), Schulsportgemeinschaften/ Trainingsgruppen und schulsportliche Wettbewerbe schulintern und in festen Gruppen stattfinden. Projekttage und Schulwanderungen sind unter Beachtung der Hygienemaßnahmen zulässig.

Angebote im außerunterrichtlichen Schulsport/im Ganztag dürfen nur durch Personen durchgeführt werden, die

  • an dem letzten von der Schule für sie angesetzten Test teilgenommen haben und negativ getestet wurden,
  • einen Nachweis über eine negative, höchstens 48 Stunden zurückliegende Testung vorlegen können oder
  • eine Immunisierung durch Impfung oder Genesung nachweisen können.

Bei einem lokalen Inzidenzwert von 100 bis unter 165:

Sportunterricht inkl. Schwimmunterricht wird als praktischer Sportunterricht in Präsenz oder als sporttheoretischer oder sportpraktischer Distanzunterricht erteilt.

Angebote des außerunterrichtlichen Schulsports sind nicht mehr zulässig.
Einzige Ausnahme: AGs im Rahmen der pädagogischen „Not“-Betreuungsangebote für Schüler*innen der Primarstufe und der Klassen 5 und 6 der weiterführenden Schulen.

Bei einem lokalen Inzidenzwert über 165:

Sportliche AGs im Rahmen der pädagogischen Betreuung sind nicht mehr zulässig.

Gelten für den Sport im Rahmen von Studiengängen, für Profiligen, Berufssportler*innen, Bundes- und Landesleistungsstützpunkte, Nachwuchsleistungszentren Ausnahmen?

Nach der Coronaschutzverordnung sind weiterhin möglich:

  • sportpraktische Übungen im Rahmen von Studiengängen,
     
  • Wettkampf- und Trainingsbetrieb

    a) in Profiligen, im Berufsreit- und Pferderennsport sowie von anderen Berufssportler*innen (= Sportler*innen, die überwiegend ihren Lebensunterhalt aus dieser Tätigkeit bestreiten) 

    b) bei Qualifikations- und Aufstiegsturnieren für Profiligen und länderübergreifende Amateurligen sowie Finalrunden zu Deutschen Meisterschaften

    c) der offiziell gelisteten Sportler*innen der Bundes- und Landeskader in den olympischen, paralympischen, deaflympischen und nicht-olympischen Sportarten an den nordrhein-westfälischen Bundesstützpunkten, Landesleistungsstützpunkten und an verbandszertifizierten Nachwuchsleistungszentren (U19, U18, U17, U16, U15)

    soweit die Vereine bzw. die Lizenzspielerabteilungen der Vereine sich neben der Erfüllung ihrer arbeitsschutzrechtlichen Hygiene- und Schutzpflichten auch verantwortlich für die Reduzierung von Infektionsrisiken im Sinne des Infektionsschutzgesetzes zeigen und die für die Ausrichtung der Wettbewerbe verantwortlichen Stellen den zuständigen Behörden vor Durchführung der Wettbewerbe geeignete Infektionsschutzkonzepte vorlegen.

 

(Quellen: § 14 Abs. 2 CoronaSchVO NRW in der ab dem 21.06.2021 geltenden Fassung, Staatskanzlei NRW))

Können die von Fachverbänden und Landessportbund NRW getragenen Sportschulen wieder geöffnet werden?

Die Sport- und Tagungszentren in Hachen und Hinsbeck haben seit dem 07.06.2021 wieder geöffnet und sind im Rahmen der Vorgaben der jeweiligen Gesundheitsämter somit wieder buchbar.

Das „Handout Handlungshinweise für Gruppenleitungen & Teilnehmende“ des Sport- und Tagungszentrums / Sport- und Erlebnisdorfes Hachen sowie das aktuelle „Handout Handlungshinweise für Gruppenleitungen & Teilnehmende“ des Sport- und Erlebnisdorfes Hinsbeck geben nähere Informationen

Aufgrund häufig wechselnder Bestimmungen der Landesregierung NRW bezüglich der Hygiene- und Infektionsschutzstandards müssen die Abläufe in den Sport- und Tagungszentren stetig angepasst werden.

Bitte informieren Sie sich über aktuelle Informationen auf den jeweiligen Homepages unter https://www.hachen.nrw sowie https://www.hinsbeck.nrw

Wie steht es um die Hilfsprogramme?

Das Land NRW ermöglicht derzeit zwei Hilfsprogramme für den organisierten Sport, die über den Landessportbund NRW abgewickelt werden.

1. Soforthilfe Sport des Landes NRW

Die "Soforthilfe Sport" kann seit dem 16. Juni 2021 bis zum 15. September 2021 beantragt werden.

Mehrfache Anträge in aufeinander folgenden Phasen des Förderprogramms sind möglich. Antragsberechtigt sind Vereine, Verbände und Bünde. Die Abwicklung erfolgt über das Förderportal des Landessportbundes NRW foerderportal.lsb-nrw.de/startseite .

2. Coronahilfe Profisport NRW

Seit dem 01.11.2020, können Anträge über das Förderportal des Landessportbundes für die Coronahilfe Profisport NRW gestellt werden. Antragsberechtigt sind Vereine oder Spielbetriebsgesellschaften der Vierten Ligen, die aufgrund des Corona-bedingten Entfalls von Ticketeinnahmen in eine wirtschaftliche Notsituation geraten. Das Land Nordrhein-Westfalen kompensiert einen Teil dieses durch das Verbot von Zuschauerbesuchen verursachten Ausfalls von Ticketeinnahmen. Die Hilfe wird ab einem nachgewiesenen Einnahmeausfall von mindestens 2.500 Euro netto gewährt und ist auf maximal 60 Prozent des Netto-Einnahmeausfalls und maximal 800 TSD Euro begrenzt. Die Abwicklung erfolgt über das Förderportal des Landessportbundes NRW foerderportal.lsb-nrw.de/startseite .

Außerordentliche Wirtschaftshilfen des Bundes

  • Informationen zur Überbrückungshilfe III finden Sie hier.

Kann Rehasport stattfinden?

Bei einer 7-Tage-Inzidenz bis 100 gilt die Corona-Schutzverordnung NRW. Danach ist ärztlich verordneter sowie unter ärztliche Betreuung und Überwachung durchgeführter Rehasport (nach § 64 Abs. 1 Nr. 3 SGB IX) unter Beachtung des Mindestabstandes zwischen den Teilnehmer*innen zulässig, und, wenn er in geschlossenen Räumen stattfindet, mit bestätigtem höchstens 48 Stunden zurückliegenden negativen Corona-Schnell- oder Selbsttest.

Der BRSNW empfiehlt gemeinsam mit dem Landessportbund NRW die verantwortungsvolle Durchführung des Rehabilitationssports zunächst draußen zu beginnen.

Achtung: Diese Regelungen gelten nur bei einer stabilen 7-Tages-Inzidenz bis 100. Sobald dieser Grenzwert in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt überschritten wird, gilt das Infektionsschutzgesetz, und der Rehasport darf als Gruppensport nicht mehr durchgeführt werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Muss der Verein für die Zeitdauer der Schließung der Sportanlagen trotzdem GEMA-Gebühren bezahlen?

Zwischen dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und der GEMA gibt es ein Pauschalabkommen für den organisierten Sport. Durch die Zahlung eines jährlichen Pauschalbeitrages sind bestimmte Musiknutzungen im Sportverein bereits abgegolten. Der Pauschalbeitrag wird den Vereinen jährlich zusammen mit dem Beitrag für die Sportversicherung vom Landessportbund in Rechnung gestellt. Für Musiknutzungen, die nicht über das Pauschalabkommen abgegolten sind, müssen die Vereine bei der GEMA eigene Lizenzen erwerben.

Pauschalabkommen

Die GEMA hat sich am 09.11.2020 gegenüber dem DOSB dazu bereit erklärt, aufgrund des in der Corona-Situation deutlich geringeren Umfangs der Musiknutzung in Sportvereinen für jeden Monat der angeordneten Schließungen auf 6 Prozent der vertraglich vereinbarten Jahres-Lizenzgebühr für den Abschluss des Pauschalvertrages zu verzichten. Dieser Betrag wird im Rahmen der Lizenzgebühren für das 1. Halbjahr 2021 verrechnet.

Einzellizenzen

Lizenzpartner der GEMA konnten in der Zeit des Lockdowns von einer Kulanzregelung der GEMA Gebrauch machen. Sie erhielten auf Antrag Gutschriften seitens der GEMA für den Zeitraum, indem Musikaufführungen nicht stattfinden konnten. Diese Kulanzregelung ist am 11.06.2021 ausgelaufen. Die GEMA verweist darauf, dass aktuell konkrete Öffnungsmöglichkeiten bestehen und damit auch die Nutzung von Musik wieder anlaufen kann. Somit gelten wieder die vereinbarten Lizenzregelungen.

Nähere Informationen finden Sie unter www.gema.de.

Muss der Verein für virtuelle Trainingsangebote auf YouTube oder der Vereins-Homepage zusätzliche GEMA-Gebühren bezahlen?

Über das DOSB-Pauschalabkommen abgegoltenen Trainingsangebote können auch als Livestream via YouTube angeboten werden. Das gilt unabhängig von coronabedingten Schließungen von Sportanlagen.

Für die Dauer behördlich angeordneter Hallenschließungen konnten die über das DOSB-Pauschalabkommen abgegoltenen Trainingsangebote auch über die Internetseite des Sportvereins als Livestream angeboten werden. Nur wenn die Übertragung über die Homepage auch nach der Hallenschließung noch beibehalten werden soll, ist eine separate Lizenzierung über die GEMA erforderlich.

Diese Sonderregelungen gelten nur für Live-Übertragungen, die anstelle normalerweise in Präsenz erfolgender Angebote (z. B. Kurse) treten. Livestream als Ersatz der durch das DOSB-Pauschalabkommen oder einzelvertraglich geregelten Veranstaltung ist somit gedeckt. Eine separate Lizenzierung des Livestreams ist dann nicht notwendig.

Achtung: Dauerhaft abrufbare Videos, die nicht nur Vereinsmitgliedern zur Verfügung stehen, sind von dieser Sonderregelung ausgenommen!

Digitale MV organisieren

Was ist dabei zu beachten?
Bitte hier klicken!

In der aktuellen Situation werden viele Sport-Angebote von Vereinen und Übungsleitern online angeboten.

-> Dieses Handout soll dir helfen, die wichtigsten Punkte im Blick zu behalten um ein ansprechendes Ergebnis zu erzielen und um teils auch juristisch relevante Fehler zu vermeiden.

Weiterführende Links

Örtliche Gesundheitsämter geben Auskunft!

Sportvereine sollten sich bei Fragen zur Coronavirus – Problematik an die örtlichen Gesundheitsämter wenden.
Das zuständige Gesundheitsamt (bundesweit) kann über den folgenden Link gefunden werden:
tools.rki.de/PLZTool/

DOSB: INFORMATIONEN ZUM CORONAVIRUS

Bitte klicken Sie auf den nachfolgenden Link:

DOSB - Coronavirus

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

WeitereInformationen und Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus werden von der BZgA auf den folgenden Seiten angeboten: 
bzga-k.de/corona-faq-videos

Infografiken mit Hygienetipps

Infografiken mit Hygienetipps

Weiterführende Links

NRW - Bürgertelefon zum Corona-Virus

Für Nordrhein-Westfalen ist eine neue Rufnummer für das Bürgertelefon zum Corona-Virus: 0211 / 9119 1001 eingerichtet worden.

 

CoronaSchVO: Orientierungshilfe für den Vereinssport

Bitte hier klicken!