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Risiken für den Sportverein

Dieser Risiken sollten Sie sich bewusst sein!

Social Media ist eine neue Dimension der Kommunikation. Heutzutage ist es fast für jedermann, zu jederzeit und an jedem Ort möglich, über soziale Medien eigene Inhalte ins Internet einzustellen.

Dies hat zur Folge, dass die Kommunikation über Ihren Sportverein nicht mehr nur von Ihnen gesteuert werden kann, sondern viele andere Internetnutzer ihre Meinungen und Gedanken über den Verein im Netz kundtun. Dabei kann es sich manchmal auch um kritische Inhalte handeln, die nicht der Meinung des Vereins entsprechen. Welche Risiken ergeben sich hieraus?

Reputationsrisiken

Auch wenn die Gefahr äußerst gering ist, so kann es doch passieren, dass sich negative Meinungen, Aussagen und Gedanken über den Verein in sozialen Medien häufen und viral verbreiten (auch: „Shitstorm“ genannt). Eine extrem negative Tendenz im Netz kann insbesondere dann entstehen, wenn es der Verein versäumt, auf Kritik der Internetnutzer (evtl. sogar gut gemeinte) gar nicht oder nur mit großer Verspätung zu reagieren. Das kann dazu führen, dass sich kritische Anmerkungen tendenziell eher verstärken und viral verbreiten. Um eine solche negative Kommunikation über den Verein zu vermeiden, sollte man von Anfang an den Dialog mit Kritikern suchen und auf keinen Fall kritische Anmerkungen löschen bzw. nicht darauf reagieren. Reagieren Sie niemals aus dem Bauch heraus! Lassen Sie sich nicht vorschnell von negativen Emotionen leiten!  

Welche sonstigen Risiken sind mit Social Media verbunden?

1.) Rechtliche Risiken

Wenn sich Ihr Verein in sozialen Medien tummelt, zieht das auch viele rechtliche Fragestellungen mit sich. Machen Sie sich bereits bei der Planung von Social Media-Präsenzen klar, dass Sie es hier mit zum Teil widersprüchlichen und nicht endgültigen rechtssicheren Instrumenten zu tun haben. Dies resultiert u.a. durch die unterschiedliche Bewertung des Datenschutzes in Deutschland und z.B. in den USA, wo viele Plattformen zu Hause sind. Die folgenden rechtlichen Aspekte sind im Zusammenhang mit Ihren Social Media-Aktivitäten zu beachten:

  • Der Name einer Social Media-Präsenz des Sportvereins muss dem Vereinsnamen entsprechen
  • Der Sportverein  muss als Anbieter der Social Media-Präsenzen erkennbar sein (Impressumspflicht!)
  • Benutzen Sie nur Bilder und Texte, deren Rechte Sie haben (keine urheberechtlich geschützten Bilder und Texte verwenden!)
  • Verwenden Sie nur Fotos, für die Sie eine wirksame Einwilligung zur Nutzung vorliegen haben (am besten jeweils eine schriftliche Einwilligung einholen!)
  • Wenn Sie Social Media-Buttons/Plugins von Facebook, Twitter, WhatsApp & Co. auf Ihrer Vereins-Homepage verwenden und personenbezogene Daten über das Internet erhoben oder verarbeitet werden, müssen Sie darauf in einer Datenschutzerklärung hinweisen. Durch Verwendung von datenschutzsichere „Shariff“-Schaltflächen kann sichergestellt werden, dass sich der Nutzer erst bei Bestätigung eines Teilen-Buttons mit der Übertragung der Daten an das jeweilige Netzwerk einverstanden erklärt. Vorher wird statt der IP-Adresse lediglich die Server-Adresse des Besuchers an Facebook & Co. übermittelt.
  • Wirbt ein/e Influencer/in im Rahmen einer Kooperation mit dem Sportverein für Angebote des Sportvereins (z.B. indem er/sie gegen Entgeltzahlung mit einem Link auf den Instagram-Account des Sportvereins verlinkt und damit ein Angebot zu bewirbt), muss diese Werbung für den Verein klar gekennzeichnet (erkennbar) sein. Die Kennzeichnung kann z.B. durch Verwendung der Hashtags #werbung oder #anzeige erfolgen und muss deutlich sichtbar sein.    

2.) Operative/Regulatorische Risiken

Die Pflege der Social Media-Präsenzen obliegt in der Regel einer oder einigen wenigen Personen (den sogenannten Administratoren). Damit diese auch im Sinne des Vereins in sozialen Medien agieren, sollte der Verein für die Administratoren einen Handlungsrahmen (Social Media-Leitfaden) schaffen.

Ein Social Media-Leitfaden kann auch dazu dienen, den Vereinsmitgliedern rechtliche Tipps und Empfehlungen für die Nutzung Sozialer Medien zu vermitteln. Beispiel: Social Media Leitfaden des Niendorfer TSV.

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