Vereinsentwicklung
Vorlesen

Aktivitäten in der Vorweihnachtszeit

Sport und Kirche

Weihnachtliche Gedanken
Es muss doch mehr als alles geben! Was sollen die Kirchen noch sagen, wenn die Werbung alle Waren als "himmlisch" anpreist und verkauft? Aber beim Kaufen der Konsumgüter und Luxusartikel bleibt ein fader Beigeschmack, denn Waren halten meistens nicht, was sie versprechen. "Ich habe Sehnsucht nach Wärme und Geborgenheit und finde sie in der heiligen Nacht erfüllt" sagt eine Jugendliche (17). Wer kennt das Rezept, um zur Lebensmitte zu finden? "Wende dein Gesicht der Sonne zu und die Schatten fallen hinter dich" (afrikanisches Sprichwort). Überall rufen heute die Glocken in das Geheimnis einer anderen Welt. Sie laden ein zum Hören der Botschaft der Freude, die alle Angst überwindet und neue Kräfte der Hoffnung freisetzt. Glocken begleiten unser Leben an Sonn- und Feiertagen, bei der Taufe, Konfirmation, Trauer, Beerdigung. Alle Glocken tragen einen Namen - wie wir; sie haben einen einmaligen Klang - wie wir. Jeder darf eine kurze Zeit mitspielen in der Symphonie der Welt. Wer stumm bleibt, fehlt in der großen Melodie der Schöpfung. Jede Glocke braucht Impulse, Anstöße, die sie zum Klingen bringt. Gott setzt uns in Bewegung, macht aktiv, bringt zum Schwingen. Glocken läuten im Grundakkord. Glaube - Hoffnung - Liebe. Sie bilden eine Harmonie im Herzen in der Seele, im Dreiklang des erfüllten Lebens: Gott - Du - Ich. Glocke sein, d.h. Liebe empfangen und weitertragen. Mach`s wie Gott, werde Mensch! Es muss doch mehr als alles geben. Ein gesegnetes, sinnerfülltes Weihnachtsfest!

Jochen Siebel

Weihnachten
Jedesmal, wenn zwei Menschen einander verzeihen, ist Weihnachten.
Jedesmal, wenn ihr Verständnis zeigt für eure Kinder, ist Weihnachten.
Jedesmal, wenn ihr einem Menschen helft, ist Weihnachten.
Jedesmal, wenn jemand beschließt, ehrlich zu leben, ist Weihnachten.
Jedesmal, wenn ein Kind geboren wird, ist Weihnachten.
Jedesmal, wenn ihr einander anseht mit den Augen des Herzens, mit einem Lächeln auf den Lippen, ist Weihnachten.

Denn es ist geboren die Liebe.
Denn es ist geboren der Friede.
Denn es ist geboren die Gerechtigkeit.
Denn es ist geboren die Hoffnung.
Denn es ist geboren die Freude.
Denn es ist geboren Christus der Herr.


Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war ganz still. So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begangen. Die erste Kerze seufzte und sagte: "Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht." Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz. Die zweite Kerze flackerte und sagte: "Ich heiße Glauben. Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne." Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die zweite Kerze war aus. Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort. "Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie liebhaben sollen." Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht. Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte: "Aber, aber ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!" Und fast fing es an zu weinen. Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: "Hab keine Angst! So lange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung." Mit einem Streichholz nahm das Kind Licht von der Kerze und zündete die anderen Lichter wieder an.

Unbekannter Verfasser

Der Stern leuchtet noch immer
"Der kleine Junge hockt auf dem Fußboden und kramte in einer alten Schachtel. Er förderte allerhand wertlose Dinge zutage - darunter auch einen silberglänzenden Stern. Was ist das? fragte er. Ein Weihnachtsstern, sagte die Mutter. Etwas von früher, von einem alten Fest.

Was war das für ein Fest? fragte der Junge. Ein langweiliges, sagte die Mutter. Die ganze Familie stand in der Wohnstube um einen Tannenbaum und sang Lieder. Und an der Spitze der Tanne festigte man den Stern. Er sollte an den Stern erinnern, dem die Hirten nachgingen, bis sie den kleinen Jesus in der Krippe fanden. Der kleine Jesus, fragte der Junge - was soll das nun wieder sein? Das erzähle ich dir ein andermal, sagte die Mutter, und damit öffnete sie den Deckel des Müllschluckers und gab ihrem Sohn den Stern in die Hand: du darfst ihn hinunterwerfen und aufpassen, wie lange du ihn noch siehst.

Der Junge warf den Stern in die Röhre und lachte, als er verschwand. Aber als die Mutter wiederkam, stand er wie vorher über den Müllschlucker gebeugt: ich sehe ihn immer noch, flüsterte er. Er glitzert. Er ist immer noch da."

Diese Geschichte stammt von Marie Luist Kaschnitz. Der fortgeworfene Stern, der nicht aufhört zu glänzen, ist wie eine Verheißung gerade für unsere Zeit: Es mag sein, daß wir unsere christliche Tradition verachten und preisgeben. Aber es wird nie dazu kommen, dass Gott seine Liebe zu uns vergisst und aufgibt. Das ist die frohe Botschaft des Advents von dem Gott, der da war und der da ist und der da kommt.

"Hoch im nordspanischen Gebirge liegt der kleine Ort Devera. Als im Jahre 1938 der Bürgerkrieg in Spanien tobte, wagte sich ein Dorfbewohner unten in die Stadt um wenigstens zum Christfest einen Priester zu erbitten. Zur Christnacht schmückten die Bewohner ihre sonst verwaiste Kirche besonders liebevoll, weil auch Taufen und eine Hochzeit nachgefeiert werden sollten. Als am Heiligen Abend der Priester mit seinem Esel zum Dorf unterwegs war, verschüttete ein Schneesturm den schmalen Weg. Esel und Priester kämpften ums Weiterkommen, die Kräfte versagten. Da erklangen klar und deutlich die Glocken der Dorfkirche. Sie ermunterten zum Weitergehen und gaben die Richtung des Weges an. Sie erinnerten den Priester und den Esel an Wärme und Geborgenheit. Völlig ermattet und erstarrt erreichten sie die Kirche. Nach einer Verschnaufpause feierten alle fröhlich den Gottesdienst, die Kinder wurden getauft, das Brautpaar gesegnet. Als sie nachher zum Essen zusammensaßen, fragte der Priester: Warum haben eigentlich die Glocken nicht beim Gottesdienst geläutet? Es wäre für uns alle festlich und tröstlich werden. Da antwortete der Dorfälteste: Wir haben hier keine Glocken mehr! Die sind vor zwei Jahren eingeschmolzen worden!"

Mit dieser Geschichte, sie klingt wie eine Legende, wird das Geheimnis der Glocken beschrieben: sie verkündigen eine Botschaft aus einer anderen Welt, sie nehmen Angst und setzen neue Kräfte frei. Vielleicht auch heute bei uns?

Solschenizyn beschreibt ein Dort mit einer fast zerfallenen Kirche, die als Mehllager dient: "Aber das Abendläuten mahnt, die unbedeutenden, irdischen Dinge abzulegen, Zeit und Gedanken der Ewigkeit zu widmen. Dieses Läuten bewahrt die Menschen davor, zu vierbeinigen Kreaturen zu werden!" So notwendig hält ein Dichter die Glocken als Weg des Menschen zum Menschsein.

Eine Lehrerin ließ ihre Schulkinder den Himmel malen. Ein Kind malte einen goldenen Thron, der von viel Licht umgeben war. Unter dem Thron lag eine große Schachtel. Auf die Frage nach dem Inhalt, kam die Antwort: eine kleine Schachtel. Und was ist in der zweiten Schachtel? Eine noch kleinere. Und in der dritten Schachtel? Antwort: Darin ist das Geheimnis! Kinder begreifen viel eher, dass Gott und unser Leben immer voller Geheimnisse sind. Als Kinder unserer Zeit sind wir in der Gefahr, dass die technischen Möglichkeiten uns immer mehr Macht und Maßlosigkeiten verschaffen, gleichzeitig uns immer mehr ohnmächtig und ängstlich machen. Die Sachlichkeit und Seelenlosigkeit der Computerzeit gefährden immer mehr die Grundpfeiler unseres Menschseins: Zuwendung, Vertrauen, Liebe. Oft verwirklicht der Mensch von heute sich nicht, sondern er verfehlt sich! Viele sind stumm und stumpf geworden, weil sie nur Leere und Sinnlosigkeit empfinden!


Weihnachten - eine göttliche Alternative

Mir gefällt an den Sätzen Kurt Martis die Art, wie er Gott sieht: Gott hat etwas mit unserer Welt zu tun, und doch lässt er sich von der Welt nicht einvernahmen.

Mir gefällt diese Deutung von Weihnachten, dass durch die Menschwerdung Gottes eine Alternative angeboten wird zu all dem, was Menschen normalerweise tun und richtig finden.

Gott und das Ereignis von Bethlehem werden nicht ferngehalten von unserem Leben. Kurt Martis bezieht sie voll ein in den Alltag der Welt, und er fragt: "Was folgt daraus für uns?"

Die Antwort wird zweifellos jeder für sich selbst finden müssen.

So wie ich die Botschaft von der Menschwerdung Gottes verstehe, könnte die Antwort z.B. heißen:

  • Achtet darauf, wie aus kleinen Ansätzen Großes entstehen kann!
  • Verzichtet darauf, einander zu beherrschen!
  • Versucht die Konflikte aus der Sicht eurer Gegner zu sehen!
  • Lernt die Ursachen für Ungerechtigkeit und Hunger zu verstehen!
  • Haltet euch nicht für klug!
  • Überrascht euch gegenseitig mit Liebe!
  • Schafft Raum für das offene und weiterführende Gespräch!

Das sind heilbringende Alternativen zu dem, was unser Leben und die Welt um uns her bestimmt, in ihnen könnte Gott aufs Neue Mensch werden und uns verändern und heilen.


Nur ein Strohhalm
Die Hirten sind gekommen und dann wieder gegangen. Vielleicht haben sie damals Geschenke mitgebracht.

Zurückgegangen aber sind sie mit leeren Händen.

Ich kann mir vorstellen, dass ein Hirte, vielleicht ein kleiner oder ganz junger etwas mitgenommen hat von der Krippe. Ganz fest in der Hand hat er es gehalten.

Die anderen haben zunächst nichts gemerkt. Bis auf einmal einer sagte: "Was hast du denn da in der Hand?" "Einen Strohhalm aus der Krippe, in der das Kind gelegen hat." "Einen Strohhalm?" lachten die anderen,"dass ist doch nur Abfall, nur wertloses Zeug. Wirf das Ding weg!" Der kleine Hirte aber schüttelte den Kopf. "Nein", sagte er, den behalte ich."Für mich ist er ein Zeichen, ein Zeichen für das Kind. Jedesmal, wenn ich diesen Strohhalm in der Hand halten werde, dann werde ich mich an das Kind erinnern und daran, was die Engel von dem Kind gesagt haben."

Und wie ist es mit dem kleinen Hirten weitergegangen damals? Am nächsten Tag fragten die anderen Hirten ihn: "Hast du den Strohhalm immer noch?" "Ja!" sagte der kleine Hirte."Mensch, wirf ihn weg, wertloses Zeug ist das doch." Er antwortete: "Nein, er ist nicht wertlos. Das Kind Gottes hat darauf gelegen." "Na und?" lachten die anderen, "das Kind ist wertvoll, doch nicht das Stroh." Der kleine Hirte aber sagte: "Für mich ist auch das Stroh wertvoll. Worauf hätte das Kind denn sonst liegen sollen, arm wie es ist? Der Strohhalm zeigt mir, Gott braucht das Kleine, das Wertlose. Ja, Gott braucht uns, die Kleinen, die, die in dieser Welt nichts zählen, die von anderen verachtet und für wertlos gehalten werden." Ja, der Strohhalm aus der Krippe, der war dem kleinen Hirten wichtig. Wieder und wieder nahm er ihn in die Hand, dachte an die Worte der Engel, freute sich darüber, dass Gott die Menschen so lieb hat, dass er klein wurde wie sie.

Eines Tages aber riss ihm einer der anderen Hirten den Strohhalm weg und schrie wütend: "Du mit deinem dummen Stroh! Du machst mich damit ganz verrückt!" Und er zerkleinerte den Halm wieder und wieder und warf ihn zur Erde. Der Hirte stand ganz ruhig da, hob den Strohhalm auf, strich ihn wieder glatt und sagte zu dem anderen: "Sieh doch, er ist geblieben, was er war: ein Strohhalm! Deine ganze Wut hat daran nichts ändern können."

Sicher, es ist leicht, einen Strohhalm zu knicken. Und du denkst: Was ist schon ein Kind, wo wir einen starken Helfer brauchen. Aber ich sage dir: Aus diesem Kind wird ein Mann, und er wird nicht totzukriegen sein.

Er wird die Wut der Menschen aushalten, er wird alles ertragen und bleiben, was er ist; Gottes Retter für uns.

Gottes Liebe ist nicht kleinzukriegen.

Später, lange Zeit danach, bin ich dem kleinen Hirten begegnet, und noch immer hütete er seinen Strohhalm wie einen Schatz. Ich sagte ihm:

"Schade, dass ich nicht auch so einen Strohhalm aus der Krippe habe, Stroh worauf das Kind gelegen hat."

Da hat er mich liebevoll angeschaut und zu mir gesagt: "Ich schenke dir ein Stück davon." Und es war wie ein Wunder: der Strohhalm wurde nicht kleiner, so oft ich ihn zerschnitt.

Und so möchte ich meine Freude einfach weiterschenken mit so einem Stück vom Strohhalm damals. Der Strohhalm möge Dich daran erinnern, wie schnell etwas oder jemand zerknickt werden kann. Und wenn Du Dich so ganz geknickt fühlst, dann nimm dieses Stück vom Strohhalm in Deine Hände, damit Du merkst, wie glatt und gerade er trotz seiner vielen Eindrücke in Deiner Hand liegt. Seitdem bin ich sicher, dass mein Leben - trotz aller Knicke - in Gottes guten Händen geborgen ist. Gott streichelt meine Knicke liebevoll glatt, denn er weiß, dass es kein Leben ohne Knicke gibt.

 Gottes Liebe ist nicht kleinzukriegen.

Hier finden Sie Broschüren, Infopapiere und andere Informationen.

Wie funktioiert die Sportförderung in Deutschland?

Eine kleine Link-Übersicht für Sportinteressierte

Informationen zur Hochwasserkatastrophe
Bitte hier klicken!

CoronaSchVO: Orientierungshilfe für den Vereinssport
Bitte hier klicken!