Neue(re) Sportarten
Neue Sportarten entstehen dort, wo Bewegung, Kreativität und gesellschaftliche Entwicklungen aufeinandertreffen. Manche dieser jungen Disziplinen wachsen aus kleinen Nischen heraus, andere werden durch soziale Medien, internationale Wettkämpfe oder veränderte Lebensstile sichtbar – und einige schaffen es sogar, sich als feste Sportart zu etablieren. Auf dieser Seite stellen wir Sportarten vor, die in den vergangenen Jahren neu aufgekommen sind und heute noch bestehen. Sie zeigen, wie vielfältig und dynamisch moderne Bewegungskultur ist: vom trendigen Fitnessformat über innovative Outdoor-Bewegungen bis hin zu neuen Wettkampfideen, die international an Bedeutung gewinnen.
Airboarding
Airboarding ist eine moderne Wintersportart, bei der man bäuchlings auf einem luftgefüllten High‑Tech‑Bodyboard die Piste hinuntergleitet. Das aufblasbare Board reagiert schnell auf Gewichtsverlagerungen und ermöglicht hohe Geschwindigkeiten, wodurch ein intensives, aber gut kontrollierbares Fahrgefühl entsteht. Im Unterschied zu klassischen Wintersportarten wie Ski oder Snowboard liegt der Fokus stärker auf direktem Bodenkontakt, intuitiver Steuerung und maximalem Adrenalinkick. Die Sportart eignet sich besonders für Menschen, die Geschwindigkeit lieben und eine neue, unkomplizierte Variante des alpinen Wintersports ausprobieren möchten.
Airboarding hat sich in den letzten Jahren an vielen Wintersportorten etabliert und ist sowohl für Einsteiger*innen als auch für Abenteuerlustige geeignet. Durch die einfache Handhabung und das sichere Material ist der Einstieg schnell möglich – zugleich bietet das schnelle Gleiten über die Piste ausreichend sportliche Herausforderung und Spaßfaktor für alle, die auf der Suche nach einem frischen, trendigen Wintererlebnis sind.
Crossminton
Das rasante Spiel
Das Rückschlagspiel Crossminton, verbindet die Sportarten Badminton, Squash und Tennis zu einer neuen Sportart. Im Gegensatz zum Badminton ist der Spielfelduntergrund beliebig. Man kann also beispielsweise auf Tennisplätzen, am Strand oder auf einer Wiese spielen. Es gibt kein Netz in der Mitte. Das Spielfeld besteht aus zwei Quadraten, die sich im Abstand von 12,8 m gegenüber liegen.
Jede/r der beiden Spieler*innen benötigt eigens beschaffene Crossminton-Schläger und Kunstofffederbälle. Durch die spezifischen Materialeigenschaften beider Spielgeräte fliegen die Bälle weiter und es entsteht ein schnelles Spiel über eine große Distanz.
In nahezu allen Bundesländern Deutschlands existieren Crossminton-Vereine, -Abteilungen und -Spieltreffs. Derzeit sind über 40 Vereine beim Deutschen Crossminton Verband (DCV) als Mitglied registriert.
Discgolf
Discgolf ist eine abwechslungsreiche Wurfsportart, bei der eine spezielle Scheibe mit möglichst wenigen Würfen in einen Metallfangkorb befördert wird – ähnlich wie beim Golf, nur ohne Schläger. Von einem festgelegten Abwurfpunkt (Tee) werfen die Spieler*innen ihre Disc zunächst möglichst weit in Richtung Ziel und setzen anschließend jeden Wurf von der jeweiligen Landeposition fort. Gewonnen hat, wer nach allen Bahnen die geringste Gesamtwurfzahl erreicht. Typische Parcours bestehen – wie beim klassischen Golf – aus 9 bis 18 Bahnen mit einer Länge zwischen 40 und 250 Metern.
Das Spiel findet meist in öffentlichen Parks, Grünanlagen oder naturnah gestalteten Parcours statt, die Hindernisse wie Bäume, Hecken oder kleine Geländemerkmale bewusst integrieren. Durch die unterschiedlichen Scheibenarten – etwa Driver, Midrange und Putter – entstehen vielfältige taktische Möglichkeiten und ein spannender Mix aus Technik, Präzision und Strategie. Discgolf ist generationsübergreifend attraktiv: Es bietet einen leichten Einstieg für Anfänger*innen, ermöglicht zugleich ambitionierten Spieler*innen schnellen Fortschritt und verfügt über ein international organisiertes Wettkampfsystem mit Ligen, Turnieren und Meisterschaften. Die wachsende Zahl von Anlagen und Vereinen macht Discgolf in Deutschland zu einer beständigen Trendsportart mit hohem Freizeitwert.
Padel
Padel ist eine dynamische Rückschlagsportart, die Elemente aus Tennis und Squash vereint und weltweit zu den am schnellsten wachsenden Sportarten zählt. Gespielt wird auf einem etwa halb so großen Court wie beim Tennis, umgeben von Glas- und Gitterwänden, die aktiv in das Spiel einbezogen werden. Das sorgt für spektakuläre Ballwechsel, da Bälle nach dem Bodenkontakt und anschließendem Abprall an der Wand weiterspielbar sind. Die Mischung aus Taktik, schnellen Reaktionen und kreativen Spielzügen macht Padel besonders abwechslungsreich. Gespielt wird überwiegend im Doppel, mit kurzen, ungesaiteten Schlägern und druckreduzierten Bällen, die das Handling für Einsteiger*innen erheblich erleichtern.
Padel besticht durch seinen niedrigen Einstieg, da technische Grundlagen schnell erlernt werden können und schon nach wenigen Minuten echte Ballwechsel entstehen – ideal für Anfänger*innen ebenso wie für erfahrene Racketsportler*innen. Weltweit verzeichnet Padel ein enormes Wachstum: In Europa ist es besonders in Spanien, Italien und Frankreich verbreitet, während in Deutschland die Zahl der Anlagen und Vereine rasant zunimmt. Mit einem starken sozialen Charakter, hoher Spielfrequenz und der Möglichkeit, nahezu überall neue Spieler*innen zu finden, hat sich Padel zu einer der beliebtesten modernen Racketsportarten entwickelt.
Pickleball
Pickleball ist eine dynamische Rückschlagsportart, die Elemente aus Tennis, Badminton und Tischtennis verbindet und sich durch ihre leichte Zugänglichkeit zu einem internationalen Trendsport entwickelt hat. Gespielt wird auf einem kompakten Badminton‑ähnlichen Feld mit einem quer gespannten Netz, das niedrig wie beim Tennis hängt. Statt bespannter Schläger kommen spezielle Pickleball‑Paddel aus Holz oder modernen Verbundmaterialien zum Einsatz. Der Ball ist ein gelochter Kunststoffball, der stabil fliegt, wenig Windanfälligkeit besitzt und ein charakteristisches „Pock“-Geräusch erzeugt.
Pickleball kann sowohl im Einzel als auch im Doppel gespielt werden, wobei das Doppel klar dominiert, da der Sport einen starken sozialen Charakter hat und Ballwechsel schnell entstehen – ideal für Anfänger*innen ebenso wie für erfahrene Racketsportler*innen. Die Regeln sind leicht verständlich: Die Spielenden spielen den Ball über das Netz und versuchen, Punkte zu erzielen, indem der Ball unerreichbar platziert oder ein Fehler der Gegenseite provoziert wird. Hohe technische Hürden wie im Tennis gibt es nicht, sodass das Spiel bereits nach wenigen Minuten intuitiv funktioniert. In Deutschland wächst die Community rasant: Über 60 Vereine bieten Pickleball an, es gibt nationale Turniere wie die German Pickleball Open und offizielle Meisterschaften.
Der Sport erlebt seit 2024/2025 einen verstärkten Trendaufschwung – nicht nur wegen seines unkomplizierten Einstiegs, sondern auch, weil er alle Generationen anspricht und sowohl draußen als auch in Hallen gespielt werden kann. Pickleball gilt als einer der am schnellsten wachsenden Racketsportarten weltweit und hat sich längst von einem US‑Phänomen zu einem globalen Sport mit professionellen Ligen, Verbänden und wachsender Infrastruktur entwickelt.
Stand up paddling
Die Leichtigkeit des Seins
Stand Up Paddling, kurz auch nur „SUP“ genannt, ist die entspannte Version des Wellenreitens. Hierbei steht der Sportler/die Sportlerin auf einem speziellen SUP-Board oder einfach großem Surfbrett und bewegt sich mit Hilfe eines langen Stechpaddels fort. Für diesen neuen Trendsport werden Wind und Wellen nicht benötigt. Durch die großen, leichten Bretter und ein wenig Koordinationsschulung kommt es schnell zu den ersten Erfolgserlebnissen. SUP ist ein Ganzkörpertraining mit niedriger Verletzungsgefahr. Vor jeder Wassertour sollte sich die Übungsleitung allerdings Kenntnisse über die geplante Strecke und das Schwimmvermögen der teilnehmenden Personen verschaffen.
Eigentlich ist Stand-up-Paddling keine neue Erfindung. Schon vor Jahrhunderten bewegten sich polynesische Fischer aufrecht im Kanu stehend fort. Als Surfer auf Hawaii in den 50er und 60er Jahren das Paddel zur Hilfe nahmen, um schneller zu den Riffen zu gelangen, wurde das Stehpaddeln auch unter Sportlerinnen und Sportlern populär.
2009 etablierte sich die Stand-up-World-Tour, eine Wettkampfserie vor den Küsten Kaliforniens, Tahitis, Hawaiis, Frankreichs und Brasiliens. Seit neustem gibt es auch in Deutschland eine eigene Eventserie, die German SUP Challenge. Darüber hinaus organisiert der Deutsche Stand-up-Paddling-Verband (DSUPV) Wettkämpfe und Meisterschaften.
Details
Autor:
Landessportbund NRW
Dieser Text ist mit KI-Unterstützung entstanden.
zuletzt aktualisiert/geprüft:
2026