Nachwuchs fürs Ehrenamt

Aufbau einer nachhaltigen Ehrenamtsstruktur in der Vereinsjugend

Ehrenamtliches Engagement ist das Fundament des organisierten Sports in Nordrhein-Westfalen. Doch viele Vereine stehen vor der Herausforderung, junge Menschen für freiwillige Aufgaben zu begeistern und langfristig zu binden. Die Sportjugend und der Landessportbund NRW bieten zahlreiche Programme und Konzepte, die Vereinen helfen, eine stabile Ehrenamtsstruktur aufzubauen. Dabei liegt die Basis in einem guten Ehrenamtsmanagement.

Dazu gehört:

  • Frühzeitig und persönlich ansprechen: Jugendliche direkt und persönlich für Engagement gewinnen. Als Anstoß hierzu bietet es sich bspw. an, ein J-TEAM zu gründen.
  • Flexible und zeitlich begrenzte Engagementformate anbieten: Anforderungen der Schule und von Ausbildungen sind die häufigsten Gründe freiwillige Tätigkeiten einzuschränken oder zu beenden. Jugendliche und junge Erwachsene suchen überschaubare, gut planbare Aufgaben mit erkennbarem Sinn (Freiwilligensurvey, 2024). Die zeitliche Flexibilität spielt also für den Einstieg ins Ehrenamt eine wichtige Rolle.
  • Qualifizierungswege aufzeigen: Sporthelfer*innen-Ausbildung, Übungsleiter*innen-C-Ausbildung Kinder und Jugendliche, Juniormanager*innen-Ausbildung und Freiwilligendienste als Entwicklungspfade nutzen.
  • Raum für Mitgestaltung geben: Projekte und Ideen der Jugendlichen zulassen und begleiten.
  • Anerkennungskultur etablieren: Engagement regelmäßig würdigen – öffentlich und individuell.
  • Unterstützung und Begleitung: Jungen Menschen Freiräume geben, zugleich aber auch ansprechbar sein und bedarfsorientiert begleiten.
  • Netzwerke nutzen: Kontakt zu Stadt- und Kreissportbünden sowie den Fachverbänden pflegen.

Folgende Programme und Angebote helfen dabei

  • Sporthelfer*innen: Der Einstieg ins Ehrenamt

    Die Sporthelfer*innen-Ausbildung richtet sich an Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren und bietet einen niedrigschwelligen Einstieg ins Ehrenamt. Sie lernen, Sportangebote mitzugestalten, Gruppen zu leiten und Verantwortung zu übernehmen. Die Ausbildung ist gleichzeitig ein Basismodul für die Übungsleiter-C-Ausbildung und fördert die Identifikation mit dem Verein. Sie wird jungen Menschen oft in Schulen angeboten. Es lohnt sich also in der Altersklasse bei den Sportler*innen regelmäßig nachzufragen, wer die Ausbildung in der Schule absolviert hat. Zusätzlich ist es empfehlenswert, sich beim zuständigen Kreis- oder Stadtsportbund zu erkundigen, welche umliegenden Schulen die Ausbildung anbieten, um hier ggf. Kooperationen aufzubauen. Die Jugendlichen können bspw. als Trainer-Assistent*innen im Verein oder in der Schule eingesetzt werden. 

  • J-Teams: Selbstorganisiertes Engagement fördern

    Ein J-Team ist ein Zusammenschluss von mindestens vier jungen Menschen (13–26 Jahre), die sich ehrenamtlich im Sport engagieren. Sie planen eigene Projekte und gestalten das Vereinsleben aktiv mit. Die Sportjugend NRW unterstützt J-Teams mit Materialien, Vernetzung und einer Projektförderung.

  • Freiwilligendienste im Sport: Engagement mit Perspektive

    Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und der Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Sport bieten jungen Menschen ein Bildungs- und Orientierungsjahr. Sie erhalten Einblicke in die Vereinsarbeit, übernehmen Verantwortung und entwickeln sich persönlich weiter. Viele entscheiden sich danach für ein langfristiges Ehrenamt im Verein. Sie sind 39 Stunden in der Woche im Verein tätig und können so – neben dem Trainingsbetrieb und organisatorischen Aufgaben – bspw. auch in der Leitung von wöchentlich stattfindenden Bewegungs-, Spiel- und Sportangeboten in Kooperation mit KiTas und Schulen eingesetzt werden. 

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Details

Autorin:
Sportjugend NRW

Dieser Beitrag wurde mithilfe von KI erstellt. 

zuletzt aktualisiert:
Dezember 2025