Planung einer Ferienfreizeit

Eine Ferienfreizeit wirkt nach außen oft leicht und spielerisch. Für die Teilnehmenden bedeutet es oft Spaß, Abenteuer und neue Erfahrungen. Doch dahinter steckt eine sorgfältige Planung, ohne die eine Freizeit nicht gelingen kann. Für das Leitungsteam gilt: Je detaillierter die Vorbereitung ist, desto entspannter wird die Durchführung.

Zielsetzung & Konzept

Zu Beginn jeder Planung sollte folgende Frage beantwortet werden: Was wollen wir mit der Ferienfreizeit erreichen?

  • Zielgruppe definieren: Welche Altersgruppe soll teilnehmen?
  • Ziele festlegen: Was soll die Ferienfreizeit bieten?
  • Art der Freizeit wählen: Welche Art (siehe Ferienfreizeit Basics) soll umgesetzt werden?

Ein klar formuliertes Konzept hilft dabei, später Programm, Team und Rahmenbedingungen abzustimmen.

Planung & Organisation

Zur konkreten Organisation gehören mehrere Bausteine:

  • Terminwahl: Es empfiehlt sich, die Unterkunft rechtzeitig zu buchen, da beliebte Häuser und Plätze teilweise über ein Jahr im Voraus vergeben sind. Zudem können so auch Familien frühzeitig die Ferienzeit planen. Ein ausreichender Vorlauf erleichtert auch die Anmeldung und Vorbereitung.
  • Dauer: Je nach Art der Ferienfreizeit und Zielgruppe variiert dies. Zu beachten ist, dass jüngere Kinder oft mit einer kürzeren Dauer besser zurechtkommen.
  • Ort & Unterkunft: Egal ob Jugendherberge, Zeltlager oder Sporthotel, entscheidend ist es, bereits im Vorfeld die Gegebenheiten vor Ort und das Verpflegungsangebot zu kennen.
  • Transport: An- und Abreise müssen zuverlässig organisiert sein. Möglich sind Reisebusse, Bahnfahrten oder auch Fahrgemeinschaften.

Das Team – Das Herzstück jeder Freizeit

Ohne motivierte und verantwortungsbewusste Betreuerinnen und Betreuer ist eine Ferienfreizeit undenkbar. Um dies zu erreichen, sollten diese entweder das Zertifikat „Kinder- und Jugendfahrten“ vom LSB NRW oder die Juleica (Jugendleiter-Card) Schulung besitzen. In den Schulungen werden Grundlagen zu Aufsichtspflicht, Gruppenpädagogik, Spielideen und Prävention vermittelt. Ergänzend ist es sinnvoll, dass die Teammitglieder eine Erste-Hilfe-Ausbildung absolvieren.

Für Sportvereine bietet es sich an, die Teamer aus dem Pool der J-Team Mitglieder oder Übungsleitende zu gewinnen. Wichtig ist eine gute Mischung aus erfahrenen und neuen Teamern. So entsteht ein Team, welches sowohl über Routinen als auch frische Ideen verfügt.

Prävention sexualisierter Gewalt

Ein unverzichtbarer Bestandteil der Planung ist ein Schutzkonzept, welches auch Ferienfreizeiten Beinhaltet. Dieses beschreibt, wie der Verein Kinder und Jugendliche vor Grenzverletzungen oder Missbrauch schützt. Ein solches Konzept schafft Vertrauen bei Eltern und Teilnehmenden und gibt dem gesamten Team Handlungssicherheit.

Das Programm

Das Programm sollte abwechslungsreich gestaltet sein und sowohl Bewegung als auch Ruhezeiten beinhalten. Da nicht jedes Kind sportlich ist, sollten neben sportlichen auch kreative und spielerische Angebote Platz finden. Dabei ist zu beachten, dass oft weniger mehr ist. Kinder können sich (je nach Alter) auch gut selbst beschäftigen und brauchen auch Freiräume, um selbstständig zu spielen und Freundschaften zu knüpfen.

Teilnehmende gewinnen

Die beste Planung nützt wenig, wenn sich keiner für die Freizeit anmeldet. Daher sollte frühzeitig über die Vereins-Homepage, Social Media, Flyer in Schulen oder persönliche Ansprache geworben werden. Dabei sollten ein zielgruppenspezifischer Zuschnitt sowie auseinanderfallende Zielgruppe beachtet werden.

Verpflegung – mehr als nur satt werden

Essen spielt auf jeder Ferienfreizeit eine große Rolle. Gemeinsam zu kochen oder zu essen, stärkt die Gemeinschaft. Wichtig ist eine ausgewogene Ernährung, die auch Allergien und kulturelle Besonderheiten berücksichtigt. Am besten wird schon bei der Anmeldung abgefragt, welche Einschränkungen zu beachten sind.

Erlebe, was dich weiterbringt.
Zertifikat Kinder- und Jugendfahrten

Details

Autor:
Christian Klute

zuletzt aktualisiert:
Dezember 2025 

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