Vereinsentwicklung
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Umgangsformen/ Führungsstile

Laissez-faire-Führungsstil

Der Leiter verhält sich weitgehend passiv und macht nur geringfügige Vorgaben. Er greift praktisch nicht in das Gruppengeschehen ein und verhält sich freundlich, aber neutral. Beratung und Hilfestellungen gibt er nur auf ausdrückliche Aufforderung durch die Gruppe. Lob und Tadel werden nicht ausgesprochen. Lediglich für die Schaffung äußerer Rahmenbedingungen wie Raum oder Materialien fühlt sich der Leiter verantwortlich.
Im Folgenden finden Sie eine stichwortartige Zusammenfassung von Merkmalen, Sprachverwendung und Auswirkungen des Laisser-faire-Führungsstils:

Merkmale

  • völlige Freiheit des Einzelnen und der Gruppe hinsichtlich Gruppenaktivitäten, Entscheidungen und Verfahrensweisen
  • kein Führungsanspruch des Gruppenleiters; er verhält sich zwar passiv, aber eher freundschaftlich als neutral
  • weder direktes noch indirektes Eingreifen des Leiters
  • Beratung durch den Leiter nur bei ausdrücklicher Aufforderung durch Gruppenmitglieder
  • keine Bewertung des Arbeitsergebnisses
  • den Gruppenmitgliedern werden (zunächst) lediglich die äußeren Voraussetzungen geschaffen

Sprachverwendung

  • Bitten, Hinweise (nur bei entsprechender Nachfrage)
  • Erklärungen sind knapp gehalten und nur auf die Frage des Mitglieds bezogen

Auswirkungen (Gruppe/Individuum)

  • große Enttäuschung und Unzufriedenheit bei den Mitgliedern
  • Aktivitäten kommen in so geführten Gruppen sehr schnell zum Erliegen; Gruppen lösen sich häufig auf
  • starke Gereiztheit und Aggressivität
  • Planungsschwierigkeiten, mangelnde Übereinstimmung
  • planloses, unproduktives Verhalten; Unfug
  • schwächstes Leistungsverhalten, sowohl qualitativ als auch quantitativ
  • kein Zusammengehörigkeitsgefühl, geringe Gruppenmoral
Informationen zum Mitnehmen

Hier finden Sie Broschüren, Infopapiere und andere Informationen.

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