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Bewegende Alteneinrichtungen und Pflegedienste 2.0

BAP 2.0 greift neue Themen auf!


Das am 1. Juni 2019 gestartete Projekt „Bewegende Alteneinrichtungen und Pflegedienste 2.0“ (BAP) knüpft an die Erkenntnisse der vorherigen Projektarbeit des Landessportbundes NRW an.

Die Zielstellung lautet, Bewegung als elementaren Bestandteil der pflegerischen Versorgung in NRW zu etablieren. Somit rückt die Kooperation zwischen Sportvereinen, Alteneinrichtungen und/oder ambulanten Pflegediensten in aktiven Tandems in den Vordergrund. BAP 2.0 steht dabei für einen intensiven Erfahrungs- und Wissensaustausch sowie für eine bestmögliche Vernetzung.

BAP 2.0 - Teilziele und Handlungsebenen

  • Initiierung von 150 neuen Kooperationen zwischen Sportvereinen und Einrichtungen der stationären und ambulanten Pflege
  • Verstärkte Integration der ambulanten Pflege (Tagespflege, aufsuchende Dienste) in Maßnahmen zur Bewegungsintervention
  • Prävention! Schaffung  gesundheitsorientierter Angebote für Mitarbeitende aus Einrichtungen der Altenpflege
  • Quartiere als bewegte und gesundheitsförderliche Lebensorte - Öffnung der BAP-Angebote für Quartiersbewohner*innen, Einbeziehung der vor Ort tätigen Quartiersentwickler*innen
  • Erweiterung der Qualifizierungsmaßnahmen für Übungsleitungen der Sportvereine und Mitarbeitende aus Alteneinrichtungen sowie Pflegediensten
  • Entwicklung nachhaltiger Finanzierungsmodelle zur dauerhaften Angebotsimplementierung
  • Evaluation – Erfassung struktureller Faktoren

Anschubfinanzierung für Bewegungsangebote in BAP - Mitmachen und 1.000 € sichern

Um Bewegung als elementaren Bestandteil der pflegerischen Versorgungsstruktur in NRW zu etablieren, setzt der Landessportbund NRW auf seine Sportvereine. Ganz im Sinne der lokalen Verankerung und der Quartiersarbeit, können sich durch BAP 2.0 Akteure aus dem Sport und der Seniorenarbeit (Pflege) im direkten Umfeld optimal vernetzen und profilieren. Für Sportvereine bietet sich die Möglichkeit, neue Zielgruppen, bestehend aus Bewohner*innen, Mitarbeiter*rinnen aus der Pflege, Angehörigen und Interessierten aus der Nachbarschaft zu erreichen.

Praktische Umsetzung
In der Praxis bedeutet dies, dass sich aktive Tandems bestehend aus Sportvereinen und ambulanten oder stationären Pflegeeinrichtung zusammenfinden, um spezifische Bewegungsangebote für ältere und hochaltrige Menschen anzubieten.
Gesichert durch eine Anschubfinanzierung von bis zu 1.000 €, wird beiden Akteuren die Möglichkeit gegeben, die Zusammenarbeit zu erproben und aus dieser zur lernen. Bei der Ausgestaltung der Bewegungsangebote sind verschiedenste Bewegungsformen möglich. Ob Rollator-Walking oder Hockergymnastik, Sturzprävention oder Gehtraining, Tanzen oder Boule, bewegtes Gehirntraining oder Programme zum Erhalt von Kraft und Beweglichkeit- die Möglichkeiten für gemeinschaftliche und sinnstiftende Bewegungsangebote sind vielseitig. Darüber hinaus können sich durch die Zusammenarbeit neue Nutzungsmöglichkeiten der Räumlichkeiten der Pflege für altersgerechte Sportangebote ergeben.

Was ist zu tun, um die Anschubfinanzierung zu erhalten?
Um sich eine Anschubfinanzierung in Höhe von maximal 1.000 € zu sichern, füllen Sie bitte die Dokumente Bedarfsmitteilung und Projektskizze unter zur Kenntnisnahme des Dokuments „Kriterien und Erstattungsfähige Ausgaben“ aus und senden diese postalisch an den Landessportbund NRW.

Bedarfsmitteilung 2021Projektskizze 2021Kriterien und Erstattungsfähige Ausgaben

Gütesiegel: Anerkannter Projektpartner „Bewegende Alteneinrichtungen und Pflegedienste“

Um die Qualität der Bewegungsangebote vor Ort und die Zusammenarbeit zwischen Sportvereinen und ambulanten sowie stationären Pflegeeinrichtungen nachhaltig zu sichern, verleiht der Landessportbund Nordrhein-Westfalen ein Gütesiegel für anerkannte Projektpartner „Bewegende Alteneinrichtungen und Pflegedienste 2.0“ (BAP 2.0).  Durch das Gütesiegel wird den aktiven Tandems, bestehend aus Sportvereinen und ambulanten/ stationären Pflegeeinrichtung die Verankerung von Bewegungsangeboten im Umgang mit den Bewohnern*innen im Gesamtkonzept der Einrichtung bestätigt. 
Um das Gütesiegel „Bewegende Alteneinrichtung und Pflegedienste “ zu beantragen, müssen Einrichtungen in Kooperation mit einem Sportverein folgende Qualitätskriterien erfüllen:

  1. Es wurde eine schriftliche Vereinbarung zur Zusammenarbeit im Tandem zwischen dem Sportverein und der Alteneinrichtung bzw. dem ambulanten Pflegedienst abgeschlossen.
  2. Das Bewegungsangebot in einer stationären oder ambulanten Einrichtung besteht zum Zeitpunkt der Beantragung des Gütesiegels nachweislich seit mindestens 6 Monaten und wird mindestens 1x pro Woche durchgeführt.
  3. Die Übungsleitung des Sportvereins, die das Bewegungsangebot vor Ort umsetzt, verfügt nachweislich mindestens über eine gültige Übungsleiter C-Lizenz mit themenspezifischer Weiterbildung im Umfang von 8 LE.
  4. Die Kooperationspartner bestätigen im Antrag zur Verleihung des Gütesiegels, die Beachtung der Handlungsempfehlungen zur sicheren Nutzung nicht normierter Sport- und Bewegungsräume für den Sport der Älteren der Stiftung Sicherheit im Sport einzuhalten.
  5. Um die Aspekte der nachhaltigen Bewegungsförderung zu sichern, implementiert die Pflegeeinrichtung bzw. der ambulante Pflegedienst die Bewegungsförderung als Qualitätsstandart im Qualitätsmanagement (QM-Handbuch).
  6. Zur Erhaltung und Qualitätssicherung findet mindestens einmal jährlich eine Veranstaltung der Tandempartner statt, bei der die Zusammenarbeit und die Aktivitäten im Rahmen der Partnerschaft „Bewegenden Alteneirichtungen und Pflegedienste 2.0“ (BAP 2.0) der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

BAP 2.0 Positiv Beispiele- So kann es gehen!

BAP 2.0 fördert die emotionale Gesundheit
Mit einem breiten Lächeln und einem versonnenen Blick sitzt Gerte D. in Ihrem Sessel und meint „Bewegung tut meinem Körper einfach gut“. Dabei schwelgte die neunzigjährige in den schönen Erinnerungen Ihrer Jugendtage, in denen sie noch voller Begeisterung Feldhandball spielte. Umso mehr freut es Grete D., die heute in einer Altenpflegeeinrichtung lebt, wieder an einem Sportangebot „ihres Vereins“ teilnehmen zu können.



Neuer Termin im Kalender

Neuerdings ist Magdalena S. Dienstagvormittags verplant. Die 95-Jährige aus Wegberg trifft sich jetzt einmal wöchentlich im Gemeinschaftsraum ihres Seniorenzentrums zum „Strampeln“. Das „Strampeln“ ist Teil des neunen BAP Bewegungsangebots und macht Magdalena S. großen Spaß. „Durch Bewegende Alteneinrichtungen und Pflegedienste (BAP) können wir gemeinsam mit dem Sportverein die Bewohner*innen in Bewegung bringen. Angesprochen wird der ganze Körper. Speziell gefördert werden kognitive und motorische Fähigkeiten“, erklärt Diana L., Leitung des Sozialtherapeutischen Dienste des Seniorenzentrums. Dabei sind das Alter und die unterschiedlichen physischen Voraussetzungen der Teilnehmer kein Ausschlusskriterium für die Teilnahme. Auch Magdalena S., die bereits im Rollstuhl sitz nimmt mit großer Begeisterung teil, denn Fitness- und Rehasport-Trainerin Ulrike P. passt das Bewegungsprogramm immer an die Bedürfnisse Ihrer 20-köpfigen Trainingsgruppe an.


Weiterführung des Bewegungsangebots nach der Anschubfinanzierung durch BAP
Nach der Anschubfinanzierung von 1.000 € für Bewegungsangebote aus BAP, geht ein Seniorenzentrum in Gelsenkirchen neue Wege. „Die Begeisterung der Bewohner*innen für die Bewegungsangebote und die damit einhergehende positive Wirkung auf die physische und psychische Gesundheit ist klar erkennbar“ erklärt Achim S. der Einrichtungsleiter des Seniorenzentrums. Daher wird in Gelsenkirchen neuerdings ein Teil des Betreuungsetats der Bewohner*innen zur Finanzierung von Bewegungsangeboten genutzt. Dieser sei schließlich für alle Aktivitäten des Sozialen Dienstes vorgesehen, so der Einrichtungsleiter. Darüber hinaus ist das Seniorenzentrum eine kommunale Kooperation mit dem Stadtsportbund eingegangen. „Mit ein bisschen Kreativität und durch die Netzwerkarbeit unseres Tandempartners aus dem Sport, können wir nun die Bewegungsangebote für unsere Bewohner*innen sowie interessierte aus dem Quartiert weiter anbieten“ freut sich Achim S.


Bewegung für einen Euro
„Natürlich bringt die Bewegung uns Vorteile. Man wird ja sonst zu steif. Wir gehen auch zwischendurch schon einmal ein bisschen spazieren, aber weit kommen wir ja auch nicht. Wir können auch nicht mehr so laufen“ stellt Helmut L. fest und wirft einen Blick auf seinen Rollator. Darum bezahlt Helmut L. auch gerne für jede Bewegungsstunde einen Euro. Durch das von den Teilnehmergebühren finanzierte Bewegungsangebot bleibt der 92-Jährige in Bewegung und freut sich das er wieder besser laufen kann.

Ansprechpartner und Dokumente zu BAP 2.0

 

Ansprechpartner/-innen

beim Landessportbund NRWin den Regierungsbezirken
Katrin Brandenberg
Projektkoordinatorin                         
Tel. 0203 7381-853
E-Mail schreiben
 
Margret Eberl
Referentin (Bezirke Arnsberg, Detmold, Münster) 
Tel. 05241 851446
E-Mail schreiben
 
Rebekka Göddert
Sachbearbeiterin
Tel. 0203 7381-878
E-Mail schreiben
 
Christopher Winter                     
Referent (Bezirk Düsseldorf)
Tel. 0212 202111
E-Mail schreiben
 
Susanne Statkus
Sachbearbeiterin
Tel. 0203 7381-841
E-Mail schreiben
 
Mathias Vonderbank
Referent (Bezirk Köln)
Tel. 01633446607
E-Mail schreiben

 

Dokumente zum Download

Projektskizze BAP 2.0 2021SachberichtBedarfsmitteilung 2021Abrechnungsbogen 2021

Flyer "Das Projekt BAP 2.0"Interessensbekundung BAP 2.0Kriterien und Erstattungsfähige AusgabenVereinbarung zur Zusammenarbeit im TandemBeleglisteAllgemeine Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur ProjektförderungMerkblatt zum Landesreisekostengesetz NRW

Handlungsempfehlungen zur sicheren Nutzung nicht normierter Sport- und Bewegungsräume für den Sport der Älteren der Stiftung Sicherheit im Sport

Ansprechpartnerin beim LSB NRW

Katrin Brandenberg
Projektkoordinatorin                         
Tel. 0203 7381-853
»E-Mail schreiben

BAP Bewegungshäppchen

Neuer Trailer BAP 2.0

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