Wer nutzt Facebook?
Facebook ist “alt”
Facebook gilt heute als das „ältere“ soziale Netzwerk. Längst ist nicht mehr „jeder“ ab 14 Jahren dort aktiv, dennoch bleibt Facebook eine der größten Social-Media-Plattformen in Deutschland.
Im Jahr 2025 nutzen rund 30–32 Millionen Menschen in Deutschland Facebook aktiv. Damit gehört Facebook weiterhin zu den Netzwerken mit der größten Reichweite – auch wenn das Wachstum seit Jahren stagniert.
Während die Gesamtnutzung von Social Media in Deutschland hoch bleibt, hat sich die Altersstruktur bei Facebook deutlich verschoben. Jüngere Zielgruppen sind dort inzwischen klar unterrepräsentiert, während ältere Nutzergruppen dominieren.
Deutlicher Generationenwechsel
Schon seit einigen Jahren zeigt sich, dass der Facebook-Boom seinen Höhepunkt überschritten hat. Diese Entwicklung hat sich bis 2026 weiter verfestigt.
Insbesondere die Generation Z (ca. Jahrgänge 1997–2012) nutzt Facebook kaum noch aktiv. Viele junge Nutzer besitzen zwar noch einen Account, verwenden ihn jedoch selten oder gar nicht mehr. Facebook dient ihnen höchstens als Kontakt- oder Informationsplattform – nicht mehr als sozialer Treffpunkt.
Stattdessen bevorzugt die Generation Z visuelle, schnelle und unterhaltsame Formate. Ihre Hauptplattformen sind heute:
- TikTok
- YouTube (Short-Form-Video)
Snapchat spielt weiterhin eine Rolle, ist aber deutlich spezialisierter und weniger breit genutzt als noch vor einigen Jahren.
Facebook bleibt bei älteren Zielgruppen stark
Bei älteren Zielgruppen, insbesondere bei den sogenannten Silver Surfern (50+), ist Facebook nach wie vor fest etabliert.
Hier zeigt sich bis 2026 ein vergleichsweise stabiles Nutzungsniveau, teils mit leichten Verschiebungen innerhalb der Altersgruppen. Facebook wird in diesen Zielgruppen aktiv für:
- Information
- Austausch
- Gruppenkommunikation
- Veranstaltungen
genutzt und bleibt damit ein wichtiges digitales Kommunikationsinstrument.
Welche Auswirkungen haben diese Entwicklungen auf Sportvereine?
- Facebook bleibt relevant, insbesondere für Sportvereine mit breiter, altersübergreifender Zielgruppe (z. B. Mehrspartenvereine). Wer Vereinsmitglieder, Eltern, Ehrenamtliche und Fans gleichzeitig erreichen möchte, kommt an Facebook weiterhin kaum vorbei.
- Facebook eignet sich auch 2026 sehr gut, um wichtige Vereinsinformationen, Veranstaltungen, Spielberichte oder organisatorische Hinweise zu verbreiten und den Austausch mit Mitgliedern zu pflegen.
- Junge Menschen begeistern sich vor allem für Videos. Diese konsumieren sie primär auf Instagram, TikTok und YouTube. Dennoch sollten gut gemachte Videos auch auf Facebook ausgespielt werden, um ältere Zielgruppen mitzunehmen und Inhalte plattformübergreifend zu nutzen.
- Vereine mit ausschließlich jungen Zielgruppen (bis ca. 29 Jahre) können auf Facebook weitgehend verzichten. In diesen Fällen liegt der Fokus klar auf Instagram und TikTok, ergänzt durch YouTube-Formate.
- TikTok hat sich inzwischen auch im Sport fest etabliert – nicht nur im Profisport, sondern zunehmend auch im Amateur- und Breitensport. Kreative, authentische Kurzvideos bieten hier großes Potenzial, um junge Zielgruppen emotional zu erreichen.
Fazit
Facebook ist nicht tot, aber deutlich gealtert.
Für Sportvereine bedeutet das: Facebook bleibt ein wichtiger Baustein der Vereinskommunikation, jedoch nicht mehr der einzige. Eine zielgruppengerechte Mehrkanal-Strategie mit starkem Fokus auf visuelle Inhalte ist heute entscheidend, um sowohl junge als auch ältere Zielgruppen erfolgreich anzusprechen.
Details
Autor:
Dirk Schröter
zuletzt aktualisiert:
Januar 2026