Sponsoringstrategie

Das Fundament für erfolgreiches Sponsoring im Sportverein

In der Sponsoringstrategie legt der Sportverein die Rahmenbedingungen für seine Sponsoringaktivitäten fest. 

Die Sponsoringstrategie enthält die grundsätzlichen Optionen, mit denen der Sportverein seine Sponsoringziele zu erreichen versucht. 

Wichtig ist, dass die Sponsoringstrategie zur übergeordneten Vereinsmarketingstrategie, dem Vereinszweck und einem Vereinsleitbild passt. Dadurch werden Widersprüche im kommunikativen Gesamterscheinungsbildvermieden. Der Verein kann seine Markenattribute beim Sponsoring pflegen/ für Sponsoren erlebbar machen. Die Sponsoren sollten zum Image des Vereins, seinen Werten passen.

Es müssen Sponsoringgrundsätze/-richtlinien erarbeitet werden, die zum Selbstverständnis des Sportvereins passen. 

Als Grundlage für die Entwicklung der Sponsoringstrategie dienen die Ergebnisse der Sponsoring-Situationsanalyse.

Im Rahmen einer Sponsoring-Situationsanalyse werden die bisherigen Sponsoringaktivitäten des Sportvereins analysiert und bewertet. Die Analyseergebnisse (Wo ist der Verein gut aufgestellt? Wo gibt es Weiterentwicklungspotenziale im Sponsoringbereich?) sind Grundlage für die Erstellung der Sponsoringstrategie. Auch eine Konkurrenz, Kunden- und Umfeldanalyse sind Bausteine der IST-Sponsoring-Analyse.

Folgende strategischen Sponsoring-Optionen (Sponsoringrichtlinien) sind denkbar (Beispiele):

  • Vor der Kontaktaufnahme mit einem Sponsor wird sich über ihn informiert (Zielgruppen, Sponsoring-Leitlinien, Sponsoringziele, Auswahlkriterien für Sponsorings, aktuelle Werbekampagnen, Ansprechpartner*in, Unternehmenswerte etc.).
  • Sponsoringangebote werden individuell auf den potenziellen Sponsor zugeschnitten.
  • Sponsorenansprachen müssen persönlich adressiert sein.
  • Die Sponsorenakquisition und -betreuung verantwortet der/die Ressortleiter*in Marketing/Sponsoring.
  • Wenn es persönliche Kontakte von Vereinsmitgliedern zu Sponsoren gibt, sollen diese bei der Ansprache genutzt werden.

Es sind möglichst langfristige Sponsoringpartnerschaften einzugehen (Minimum 2 Jahre)!

  • Alle Sponsoringvereinbarungen sind zu verschriftlichen.
  • Unternehmen aus bestimmten Branchen (welche?) kommen als Sponsoren grundsätzlich nicht in Frage.
  • Die Anzahl der Sponsoren pro Sponsoringprojekt/-kategorie ist zu begrenzen.
  • Auf Drucksachen, die im Zusammenhang mit Sponsoringprojekten erstellt werden, sind gundsätzlich nur die Hauptsponsoren zu platzieren (“Logo-Friedhöfe“ sind zu vermeiden).
  • Sponsoren sollen möglichst umfassend in die Vereinskommunikation eingebunden werden (Social Media, Homepage, Newsletter etc.).
  • Alle zwei Jahre wird eine Mitglieder-/Zuschauer*innenbefragung zum Thema Sponsoring durchgeführt.
  • Bei allen Sponsoringprojekten gilt Branchenexklusivität.
  • Einmal pro Jahr wird ein Sponsorentreffen durchgeführt.
  • Alle Sponsoren werden zu wichtigen Vereinsveranstaltungen eingeladen.
  • Alle Sponsoringprojekte werden mindestens einmal pro Jahr auf ihr Kosten-/Nutzenverhältnis hin überprüft.
  • Die Ressortleitung Marketing/Sponsoring wird mindestens einmal pro Jahr zu einer Fortbildung geschickt (die Kosten werden vom Verein getragen).
  • Die Sponsoren müssen zu den Werten des Vereins passen.
  • Der Verein erarbeitet proaktiv Ideen, wie Sponsoren ihre Engagements aktivieren können.
  • Alle Sponsoren erhalten einmal pro Jahr eine digitale Dokumentationsmappe.

Alle Sponsoringangebote werden mindestens einmal pro Jahr geprüft und wenn erforderlich, veränderten Marktbedingungen angepasst!

Details

Autor:
Dirk Schröter

zuletzt aktualisiert:
Januar 2026