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Nachhaltigkeitskonzept erarbeiten

Die Folgen für die Umwelt bei Veranstaltungen minimieren!

CO2-Reduktion, Mülltrennungskonzepte oder die Beschaffung nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen: Es gibt viele Ansatzpunkte, um Vereinsveranstaltungen nachhaltig(er) zu gestalten. 

Versuchen Sie, auch bei Ihrer Vereinsveranstaltung nachhaltig zu agieren. Erstellen Sie ein Nachhaltigkeitskonzept oder eine Check-/ToDo-Liste zum Thema Nachhaltigkeit.

Wir haben für Sie Handlungsfelder für die umweltgerechte Gestaltung Ihrer Vereinsveranstaltung und konkrete Umsetzungsmaßnahmen zusammengestellt. Die nachfolgende Auflistung erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, sondern dient der Inspiration. Die Handlungsfelder und Maßnahmen orientieren sich an Empfehlungen des Bundesumweltamtes (Quelle: Leitfaden für die nachhaltige Organisation von Veranstaltungen und dem Leitfaden „Nachhaltige Kanu-Veranstaltungen“ vom Deutschen Kanu-Verband/siehe unten zum Download)

Handlungsfelder für die nachhaltige Gestaltung einer Vereinsveranstaltung:

1. Veranstaltungsort 

  • Gute Erreichbarkeit des Veranstaltungsortes mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Fahrrad
  • Gute Beschilderung des Veranstaltungsortes (dadurch werden Umwege bei der Anreise vermieden)
  • Darüber hinaus  haben viele der nächstgenannten Handlungsfelder Auswirkungen auf die Wahl des Veranstaltungsortes und sollten berücksichtigt  werden, wie z.B. der Bereich „Energie und Klima“: Der Veranstaltungsort ist nachweislich umweltfreundlich und entsprechend zertifiziert

2. Energie und Klima

  • Heizen von Versammlungsräumen nicht über 20°C
  • Kühlen der Veranstaltungsräume nicht mehr als 6°C unter Außentemperatur
  • Temperatursenkung in der Nacht
  • Bezug von grünem Strom (Ökostrom)
  • Einsatz von IT-Geräten und Druckern oder Multifunktionsgeräten, die die Kriterien des Umweltzeichens Blauer Engel“ erfüllen
  • Einsatz von Gefrier- und Kühlgeräten sowie Geschirrspülern mit der besten Energieeffizienz
  • Verwendung von Gas- anstelle von Elektroherden (50 % Energieeinsparung)
  • Beleuchtung durch Energiesparlampen oder LED-Leuchten
  • Vermeidung von Stand-by-Verlusten durch schaltbare Steckerleisten
  • Konsequente Abschaltung aller nicht mehr benötigten Energieverbraucher am Veranstaltungsende
  • Betrieb möglichst vieler Anlagen und Geräte über das Stromnetz und möglichst weniger über Generatoren
  • Soweit Generatoren unentbehrlich sind: Prüfung, ob deren Betrieb mit Bio-Diesel möglich ist

3. Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen

4. Logistik

  • Vermeidung von Leerfahrten durch vorausschauende Planung
  • Beauftragung von Logistikunternehmen mit klimafreundlichen Fahrzeugen wie Erdgas- oder Hybridfahrzeuge (CO2≤ 95 g/km)
  • Nutzung von E-Fahrzeugen oder Wahl von Fahrzeugen mit niedrigem Kraftstoffverbrauch

5. Kommunikation

  • Das Ziel, eine Veranstaltung nachhaltig zu organisieren, möglichst frühzeitig bekannt machen (über alle zur Verfügung stehenden Medien: Homepage, Social Media, Newsletter, Pressearbeit etc.)
  • Information der Teilnehmer*innen/Besucher*innen/Ehrengäste etc. über die Nachhaltigkeitsaspekte der Veranstaltung mit der Einladung 
  • Digital kommunizieren
  • Flyer, Broschüren, Veranstaltungsunterlagen ausschließlich digital zur Verfügung stellen (papierlose Kommunikation) 
  • Wenn Verwendung von gedruckten Flyern, Broschüren, Veranstaltungsunterlagen diese klimaneutral drucken lassen (die Emissionen durch Unterstützung eines Klimaschutzprojektes ausgleichen)
  • Recyclingpapier verwenden
  • Minimierung der Zahl der verteilten Handouts sowie Rücknahme von ausgelegten Foldern und Broschüren
  • Wenn Ausdrucke, dann doppelseitig

6. Mobilität

  • An-und Abreise/Transport der Teilnehmer*innen mit öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Informationen zur Benutzung umweltverträglicher Verkehrsmittel in Einladungen: Anreise- und Wegbeschreibungen mit Hinweisen auf Radwege, Fahrplanauskünfte von Bahn und ÖPNV
  • Aushang am Veranstaltungsort mit Hinweis auf öffentliche Verkehrsmittel/günstige Tarife
  • Vereinsbusse zum Transport der Teilnehmer*innen
  • Bei großen Veranstaltungen: Shuttle-Service oder Organisation von Fahrgemeinschaften
  • Bevorzugung emissionsarmer Fahrzeuge (z.B. Erdgas-, Hybrid-, E-Fahrzeuge oder Dieselfahrzeuge mit Partikelfiltern)
  • Bereitstellung von Fahrrädern und Pedelecs
  • Hinweise zu Aufladestationen
  • Aufstellen von mobilen Fahrradständern

7. Catering

  • Bevorzugung von Produkten aus ökologischem Anbau und fairem Handel (z. B. Kaffee, Tee, Säfte)
  • Verwendung von regionalen, saisonalen und umweltschonend transportierten Lebensmitteln
  • Verstärktes Angebot an fleischreduzierten oder vegetarischen Mahlzeiten wegen besserer CO2-Bilanz
  • Getränke in Mehrwegverpackungen

8. Abfallmanagement

  • Nutzung ökologisch vorteilhafter Materialien, z. B. Mehrweggeschirr, Mehrwegbestecke, Gläser (alternativ: Recyclingmaterial)
  • Möglichkeit zur Nutzung des eigenen, mitgebrachten Geschirrs
  • Nutzung eines Pfandsystems (Wertmarken, Bons) bei Geschirr-/Gläserausgabe
  • Einsatz eines Geschirrmobils
  • Vermeidung von Kleinverpackungen durch Einsatz von Großgebinden, z.B. Senfspender, Fassbier oder Mischbatterien für Softdrinks
  • Verwendung biologisch abbaubarer Spül-und Reinigungsmittel

Beispiele Nachhaltigkeitskonzepte für Sportveranstaltungen:

Quellen

Leitfaden „Nachhaltige Kanu-Veranstaltungen Deutscher Kanu-Verband“ (https://www.kanu.de/_ws/mediabase/_ts_1608537944000//downloads/freizeit/Umwelt/Nachhaltige_Kanu-Veranstaltungen.pdf)

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