PR bei Sponsoring-Problemen

In Krisen angemessen agieren

Manchmal gerät die Zusammenarbeit zwischen Sponsor und Sportverein ins Stocken, es kommt zu Störungen. Idealerweise werden diese intern geklärt, bevor sie an die Öffentlichkeit gelangen. Doch das lässt sich nicht immer verhindern. Wie reagiert man dann? Eine Sponsoringkooperation wird auf eine Belastungsprobe gestellt, wenn 

  • Dopingvergehen bei einer vom Sponsor unterstützten Mannschaft bzw. einem/einer Sportler*in bekannt werden
  • finanzielle Schwierigkeiten des Vereins an die Öffentlichkeit geraten
  • eine sportliche Misere dauerhaft anhält (Abstieg der gesponserten Mannschaft)
  • sich ein*e Vereinsvertreter*in in der Öffentlichkeit über vertrauliche Vertragsinhalte äußert
  • ein Sponsor seine Zahlungen wegen Zahlungsunfähigkeit einstellt
  • eine vom Sponsor unterstützte Veranstaltung ausfällt

Tritt eine solche Situation ein, gilt es schnell mit geeigneten Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit möglichen Vertrauensverlusten und Imageschäden entgegenzuwirken.

Wie (re)agiert man angemessen bei Problemen?

  • auf keinen Fall Probleme unter den Tisch kehren. Man sollte sich den öffentlich gewordenen Störungen proaktiv stellen. Nicht nur reagieren, sondern agieren! Zu spätes Agieren kann Spekulationen, Gerüchte verstärken
  • frühzeitig mit dem Sponsor das weitere Vorgehen (die Rahmenbedingungen) für die Fortsetzung (oder Beendigung) der Zusammenarbeit abstimmen und dieses gegenüber der Öffentlichkeit in einer abgestimmten, neutral formulierten Pressemitteilung oder im Rahmen einer Pressekonferenz darstellen. Wichtig: Gegenseitige Schuldzuweisungen vermeiden! Eine klare, mit dem Sponsor abgestimmte inhaltliche Kommunikationslinie fahren (offen mit den Schwierigkeiten/Problemen umgehen und dabei sachlich bleiben)
  • Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten von Personen innerhalb des Vereins, die sich zu dem Sachverhalt in der Öffentlichkeit äußern dürfen, festlegen
  • Medienberichterstattung beobachten und bei Bedarf schnell und angemessen reagieren mögliche Wiederholungsfälle durch Präventiv-/Sanktionsmaßnahmen zu verhindern versuchen und diese Maßnahmen gegenüber der Öffentlichkeit offensiv kommunizieren

Details

Autor:
Dirk Schröter

zuletzt aktualisiert:
Januar 2026